Mozarts Geburtshaus erstrahlt in neuem Glanz   

erstellt am
01. 04. 09

Salzburg (mozarteum) - Nach der kühnen und kontroversen Sonderausstellung des amerikanischen Licht- und Installationskünstlers Robert Wilson erstrahlt die Wohnung der Familie Mozart in Mozarts Geburtshaus nun wieder in ihrer architektonischen Ursprünglichkeit und Schlichtheit.

Seit 26.3.2009 ist in Salzburg anstelle der viel diskutierten Sonderausstellung von Robert Wilson nun die neue Dauerausstellung „Die Mozarts - Eine Familie stellt sich vor“ im 3. Stock des Mozarts Geburtshauses zu erleben. Thomas Wizany, Salzburger Architekt und Karikaturist und Gabriele Ramsauer, Leiterin der Mozart-Museen, sind für die Neugestaltung der vier Räume in der Wohnung der Familie Mozart verantwortlich.

Die neue Ausstellung stellt die Mitglieder der Familie Mozart in den Mittelpunkt und beleuchtet vor dem Hintergrund der authentischen Wohnräume die Lebensgeschichte der Familie, ihre Herkunft, ihre Persönlichkeit, ihre Charaktermerkmale, sowie die Beziehungen der einzelnen Personen zueinander: Vater Leopold Mozart als „Bummelstudent“ an der Salzburger Universität, als strenger Vater oder pflichtbewusster Hofmusiker; Wolfgang Amadeus Mozart als Genie mit überschäumendem Humor und seine ältere Schwester Nannerl, die als Musikerin in seinem Schatten stand; schließlich Mozarts Ehefrau Constanze, die als leichtfertig und verschwenderisch galt und sehr musikalisch und gebildet war. Ein Stammbaum belegt die spannende Familiengeschichte bis zu den letzten Nachkommen Nannerls im 20. Jahrhundert. Die originalen Räume der Wohnung präsentieren sich nun in architektonischer Ursprünglichkeit und Schlichtheit und machen eine unvergleichliche Atmosphäre spürbar. Dazu werden zahlreiche Briefe, Dokumente, Porträts und wertvolle originale Erinnerungsstücke aus dem persönlichen Besitz Wolfgang Amadeus Mozarts, wie seine Kindergeige, gezeigt.

Thomas Wizany hat bereits 2007 die Ausstellung "Mozart auf dem Theater" im zweiten Stock und 2008 die Ausstellung "Alltag eines Wunderkindes" im ersten Stock erfolgreich gestaltet. Auch künftig will Gabriele Ramsauer, Leiterin der Mozart-Museen, die Zusammenarbeit mit Thomas Wizany fortzusetzen, um noch den hinteren Teil des 3. Obergeschoßes neu zu arrangieren. Hier plant man die Ereignisse rund um Mozart, von seinem Tod bis zur heutigen Zeit, anschaulich zu inszenieren.

Die Mozartmuseen sind mit ca. 490.000 Besuchern jährlich eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Salzburg, und werden nur von der Festung Hohensalzburg und seinem Museum übertroffen.
     
Informationen: http://www.mozarteum.at    
     
zurück