"Slowakische Nachtigall" Edita Gruberova ausgezeichnet   

erstellt am
27. 05. 09

Wien (rk) - Kammersängerin Edita Gruberova erhielt am 27.05. im Wiener Rathaus das "Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien". Sir Peter Jonas, ehem. Intendant der Bayrischen Staatsoper, hielt die Laudatio, Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny überreichte die Auszeichnung. Nikolaus Bachler, Intendant der Bayrischen Staatsoper, Roland Geyer, Intendant Theater an der Wien, Kammersänger Heinz Holecek, Peter Dusek, Freunde der Wiener Staatsoper, Heinz Hufnagl, Dritter Präsident des Wiener Landtages, Franz Mrkvicka, Stadtrat a. D., und viele FreundInnen und WeggefährtInnen nahmen an dem berührenden Ereignis teil.

Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny würdigte im Rahmen der Verleihung Edita Gruberova als "Königin der Koloratur" und "slowakische Nachtigall". Sie sei eine der "besten, nachgefragtesten und beliebtesten Sängerinnen weltweit." Edita Gruberova habe von Wien aus ihre Weltkarriere gestartet und das Wiener Publikum geradezu bezaubert. Verglichen mit ihrer Gesangeskunst sei die heutige Auszeichnung ein sehr kleiner symbolischer Dank.

"Edita Gruberova hat mit der einzigartigen Kraft ihrer Stimme die schwindligsten Höhen gemeistert und den Belcanto-Heroinnen Leben der Opernwelt Leben eingehaucht", schwärmte Sir Peter Jonas in seiner Laudatio, in der er auch an die Anfänge Edita Gruberovas Weltkarriere und an die enge Zusammenarbeit mit ihr an der Bayrischen Staatsoper erinnerte. "Edita Gruberova ist eine Dienerin des dramatischen Gesangs. Sie bricht Herzen und heilt Seelen".

"Diese Auszeichnung ist die wichtigste und größte von allen, die ich bekommen habe," sagte eine sichtlich bewegte und gerührte Edita Gruberova. Sie sei stolz darauf, dass sie Wien und Österreich auf der ganzen Welt repräsentieren durfte. Österreich war, sei und bleibe ihre Heimat.

Biographie Edita Gruberova
Edita Gruberová wurde 1946 in Bratislava geboren. Sie studierte von 1961 bis 1968 Gesang in Bratislava und Prag und debütierte 1968 als Rosina im "Barbier von Sevilla" an der Oper in Bratislava.

1970 hatte sie an der Wiener Staatsoper als Königin der Nacht ihr Debüt, eine Rolle, die sie in den folgenden Jahren unter anderem auch bei den Salzburger Festspielen und an der Metropolitan Opera in New York sang. 1972 wurde sie Mitglied der Wiener Staatsoper. Mit der Partie der Zerbinetta in "Ariadne auf Naxos" unter der Leitung von Karl Böhm gelang ihr 1976 der Durchbruch. Damit begann eine internationale Karriere, zu deren wichtigsten Stationen die Opernhäuser in München, Bonn, Mannheim, Zürich, Genf, Salzburg, Barcelona, Mailand, New York, Washington und Tokyo zählten, die ihr zu Weltruhm verhalfen. Weitere von ihr gesungene Partien waren Konstanze, Donna Anna, Gilda, Violetta und Lucia.
     
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