Kärntner Brillenschafe grasen wieder in St. Pölten   

erstellt am
24. 07. 09

Landschaftspfleger der besonderen Art im Einsatz
St. Pölten (mss) - Sie sind die "treuesten Kärntner Urlauber" in der NÖ Landeshaupt-stadt: Die Brillenschafe. Seit einigen Tagen grasen sie wieder in wertvollen St. Pöltner Biotopen. Die "Urlauber" sind nun schon das 5. Jahr als Landschaftspfleger der besonderen Art in St. Pölten im Einsatz und fühlen sich hier offensichtlich "sauwohl".

Die herzige "Brillenschafe" lösen in der NÖ Landeshauptstadt jedes Mal Entzücken aus. "Derzeit kann man die Kärntner Brillenschafe im Spratzerner Brunnenfeld besuchen. Der Halbtrockenrasen in Oberradlberg ist schon fast fertig abgegrast", berichtet DI Ingrid Leutgeb-Born von der Magistratsabteilung Umweltschutz.

Das Kärntner Brillenschaf ist keine gewöhnliche Schafrasse. Es gehört zu den gefährdeten Nutztierrassen in Österreich und hat eine lange Geschichte hinter sich. Es grenzt fast an ein Wunder, dass es gelungen ist, das Kärntner Brillenschaf vor dem Aussterben zu retten. "Zwei Fliegen auf einen Schlag" : Pflege von wertvollen Lebensräumen bei gleichzeitiger Erhaltung von Genen von selten gewordenen Haustierrassen. Diese nachhaltige Kombination hat auch Bürgermeister Mag. Matthias Stadler überzeugt.

Insgesamt grasen die Tiere jeden Sommer an die drei Hektar in St. Pölten ab und zwar Wiesen im Gebiet des Naturlehrpfad Feldmühle, sowie Halbtrockenrasen im Brunnenfeld Spratzern, am "östlichen Wagram" bei Stattersdorf und in Oberradlberg.

Die Schafe haben ihren "Heimatstall" in Statzendorf bei Johannes Pfeiffer. Er hat seinen Tierbestand auf Landschaftspflege und Erhaltung seltener Haustierrassen ausgerichtet:
Kärtner Brillenschafe, Huzulen ( kleine Pferde ), Hochlandrinder, Waldviertler Blondvieh etc.
     
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