Pröll: "Von Aktivitäten der EBRD in Osteuropa profitiert auch Österreich"   

erstellt am
24. 07. 09

Mirow: "Habe keinen Zweifel, dass die von Österreich ergriffenen Maßnahmen ausreichen"
Wien (bmf) - "Das starke Engagement des österreichischen Wirtschafts- und Finanzsektors in Mittel- und Osteuropa hat in den vergangenen Jahren viel in unserer Volkswirtschaft ermöglicht. Österreich hat maximal profitiert. Und gerade jetzt in der Krise haben sich die heimischen Betriebe dazu bekannt, sich auch weiterhin engagieren zu wollen", betonte Finanzminister Josef Pröll im Anschluss an das Arbeitsgespräch mit dem Präsidenten der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), Thomas Mirow, am 24.07. in Wien. Die EBRD habe in dieser Krisenzeit rasch gehandelt und die Länder Osteuropas gestärkt. "Durch die starken Aktivitäten der EBRD wird der gesamte Finanzsektor in Mittel- und Osteuropa unterstützt und nachhaltig gestärkt. Von dieser Entwicklung profitiert auch Österreich enorm", so Pröll, der sich gleichzeitig dafür einsetzen werde, die EBRD in Europa zu stärken und mit zusätzlichem Unterstützungskapital auszustatten.

Präsident Mirow lobte vor allem die gute Zusammenarbeit mit Österreich, die Vienna-Initiative sowie das heimische Bankenpaket. "Auf Initiative von Finanzminister Pröll wurde die Vienna-Initiative gegründet, die eine Koordinationsplattform für die öffentlichen und internationalen Banken ist. Sie hat ausgezeichnete Arbeit beim Schnüren der Unterstützungspakete für Rumänien, Ungarn und Serbien geleistet", so Mirow. Die EBRD werde sich auch in Zukunft in Mittel-und Osteuropa für die erfolgreiche Krisenbewältigung einsetzen. So gelte es jetzt, weitere Schritte zu planen und für die ausreichende Finanzierung zu sorgen. "Die osteuropäischen Länder haben sich bewusst für Demokratie und Marktwirtschaft entschieden. Wir dürfen die Menschen in diesen Ländern jetzt nicht alleine lassen. Gelebte europäische Solidarität muss mehr als ein Lippenbekenntnis sein", so Mirow. Das österreichische Bankenpaket wurde von Mirow ausdrücklich gelobt. Er sehe keine Veranlassung für ein weiteres Paket, denn "die österreichischen Banken sind auf einem guten Weg. Ich habe keinen Zweifel, dass die von Österreich ergriffenen Maßnahmen ausreichen und sich die österreichischen Finanzinstitute weiterhin in Mittel- und Osteuropa engagieren können".

Auch Finanzminister Pröll betonte, ein zusätzliches Bankenpaket sei nicht nötig: "Der Spielraum bei unserem Bankenpaket in der Höhe von 100 Milliarden Euro ist bei weitem nicht ausgeschöpft - weder bei der Eigenkapitalstärkung, noch bei den Garantieübernahmen. Wir sind jederzeit bereit, mit dem bestehenden Paket in eine zweite Unterstützungsrunde zu gehen."
     
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