Berger in Brüssel   

erstellt am
23. 07. 09

Treffen mit De Castro und EU-Verantwortlichen für Berglandwirtschaft
Bozen (lpa) - Über die Zukunft der Südtiroler Berglandwirtschaft hat Landwirtschaftslandesrat Hans Berger am 22.07. in Brüssel mit dem Vorsitzenden des Landwirtschaftsausschusses im Europaparlament Paolo De Castro, dem Leiter der Direktorin für ländliche Entwicklung im Rat der EU Andrä Rupprechter und mit Josefine Loriz-Hoffmann, der Referatsleiterin bei der EU im Direktorat für ländliche Entwicklung, gesprochen. Wichtiges Thema war dabei die Umsetzung der Resolution zum Schutz der Berglandwirtschaft.

LR Hans Berger mit Europaparlamentarier Herbert Dorfmann in BrüsselLR Hans Berger mit Europaparlamentarier Herbert Dorfmann in Brüssel

Gemeinsam mit dem Südtiroler Europaparlamentarier Herbert Dorfmann hat Landesrat Berger eine ganze Reihe von Gesprächen mit EU-Verantwortlichen im Bereich Berglandwirtschaft geführt. Kontakte und Zusammenarbeit seien wichtig, um den Forderungskatalogs zum Schutz der Berglandwirtschaft umzusetzen; es gelte deshalb Positionen im Vorfeld genau abzuklären und Doppelgleisigkeiten zu vermeiden, so Berger. „Nur durch die Umsetzung der Resolution, die Anfang Juli EU-Kommissarin Mariann Fischer Boel überreicht wurde, können die Voraussetzungen für eine vitale Berglandwirtschaft auch nach 2013 geschaffen werden“, unterstrich Berger Berger bei seinen Gesprächspartnern in Brüssel.

Mit dem Vorsitzenden des Landwirtschaftsausschusses im Europaparlament Paolo De Castro, den Berger bereits durch dessen Tätigkeit als Minister kennt, führte Berger ein „Gespräch unter Freunden“. De Castro, der die Anliegen der Berggebiete gut kennt, versicherte gegenüber Landesrat Berger, die Südtiroler Anliegen in Sachen Berglandwirtschaft unterstützen zu wollen.

Der Forderungskatalog zum Schutz der Berglandwirtschaft war auch das Hauptthema beim Treffen zwischen Josefine Loriz-Hoffmann und Landesrat Berger. Loriz-Hofmann ist Referatsleiterin bei der EU im Direktorat für ländliche Entwicklung und kennt Südtirol durch die Urlaube, die sie im Ultental verbracht hat. Loriz-Hoffmann teile die Befürchtung der Südtiroler in Bezug auf die Berglandwirtschaft nach 2013, so Berger. Bei dem mehr als einstündigen Gespräch mit Landesrat Berger sagte Loriz-Hofmann ihre Unterstützung für mehrere Forderungen zu. Dazu gehören die Ausgleichszahlungen, die Umweltmaßnahmen, die Vereinfachung der Regelwerke, die überbetriebliche Zusammenarbeit und die Beiträge für den Ankauf von Spezialmaschinen. Andere Punkte müssen laut Loriz-Hofmann noch überprüft werden. „Wir werden deshalb in Kontakt bleiben und haben auch vereinbart Unterlagen auszutauschen“, sagte Landesrat Berger. "Die Forderungen in der Resolution sollen weiter untermauert werden", betont Berger.

Mit dem Leiter der Direktorin für ländliche Entwicklung im Rat der EU Andrä Rupprechter vereinbarte Landesrat Berger die Österreichische Position zur Landwirtschaftspolitik für die Berggebiete vor allem in Bezug auf die Länder Vorarlberg und Tirol genauer abzuklären.

Auch Europaparlamentarier Dorfmann werde in Sachen Schutz der Berglandwirtschaft den Ball weiterspielen, so Berger.
     
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