Berlakovich: Professionelle Vermarktung für Qualitätsweine aus dem Leithagebirge   

erstellt am
31. 07. 09

Mit neuer Verordnung wird Leithaberg DAC sechstes Mitglied der DAC-Familie
Wien (bmlfuw) - Mit 1. August 2009 tritt die von Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich erlassene Verordnung in Kraft, wonach ab September 2010 kontrollierte Weine aus dem Neusiedlersee-Hügelland unter der Bezeichnung Leithaberg DAC vermarktet werden. DAC steht für Districtus Austriae Controllatus, also kontrollierte Herkunft und Geschmack . Erstmalig wird es in einem Gebiet sowohl einen regionstypischen Weißwein sowie Rotwein geben. „Wer auf Qualität und Regionalität setzt hat die besten Voraussetzungen, um im immer härter werdenden Wettbewerb im In- und Ausland zu bestehen und erfolgreich zu sein.

Viele Österreichische Weinproduzenten nutzen diese Chance. Wir bieten mit der Bezeichnung DAC den nötigen Rahmen, um die spezielle Herkunft und den gebietstypischen Geschmack auch sichtbar zu machen. Mit dem neuen DAC-Qualitätsstandard der Weine aus dem Leithagebirge können WinzerInnen aus der Region ihre Qualitätsweine besser vermarkten und gleichzeitig erhalten KonsumentInnen eine bessere Orientierung für ihre Kaufentscheidung. Österreichische Weine am nationalen und internationalen Markt optimal zu positionieren ist mir ein wichtiges Anliegen, um die tausenden Arbeitsplätze in der Produktion, im Handel in den Genossenschaften und im Tourismus zu sichern“, betonte Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich anlässlich der neuen Verordnung, die Leithaberg DAC zum sechsten Mitglied in der erfolgreichen DAC-Familie macht.

Am Leithagebirge sind die Allrounder unter Österreichs Winzern zu Hause. Kaum ein anderes Weinbaugebiet bietet eine solche Vielfalt an Weintypen wie die rund 3.500 Hektar am Westufer des Neusiedlersees. Topografisch, klimatisch und geologisch ist im Weinbaugebiet Neusiedlersee-Hügelland für Abwechslung und damit für so genannte Terroir-Weine in perfekter Ausprägung gesorgt. Durch Leithaberg DAC sollen die von ihrer Herkunft geprägten Weine noch stärker hervorgehoben und deren Bekanntheitsgrad erhöht werden. In Summe soll dadurch das Image des gesamten Weinbaugebietes gehoben werden. Neben Leithaberg DAC gehören Weinviertel DAC (2003), Mittelburgenland DAC (2006), Traisental DAC (2007), Kremstal DAC (2007) und Kamptal DAC (2008) zu den DAC-Qualitätsweinen.

Leithaberg DAC – erstmals Rot- und Weißwein definiert
Wie auch alle andere DACs unterliegt Leithaberg DAC den allgemeinen Anforderungen für österreichische Qualitätsweine. Zusätzlich darf Leithaberg DAC weiß ausschließlich aus den Rebsorten Grüner Veltliner, Weißburgunder, Chardonnay und/oder Neuburger vinifiziert werden. Somit kann der Leithaberg DAC weiß ein sortenreiner Weißwein aus einer der angegebenen Rebsorten sein oder ein Verschnitt aus zwei oder mehreren der genannten Sorten. Der rote Leithaberg DAC muss aus der Rebsorte Blaufränkisch bereitet sein, wobei hier ein bezeichnungsrechtlich zulässiger Verschnitt mit Zweigelt, Pinot Noir und St. Laurent erlaubt ist. Beide Stile sind trocken und von der typischen Würze, Mineralität und Frucht durch den Schieferboden und Muschelkalk des Leithagebirges geprägt.

DAC in Österreich
Seit der Schaffung der Branchenorganisationen sowie der gesetzlichen Verankerung des Begriffes „DAC“ (Districtus Austriae Controllatus) geht Österreich einen neuen Weg in der Weinvermarktung. Herkunftsbezeichnungen werden dadurch mit klaren Geschmacksprofilen in Verbindung gebracht. Damit reiht sich Österreich ein in die Riege der Vermarktungssysteme großer Weinbauländer wie Italien (DOC), Frankreich (AOC) oder Spanien (DO), wo am Etikett eher die Herkunft als die Rebsorte betont wird. Dies teilt das Lebensministerium abschließend mit.
     
zurück