Wärmebildkameras für Feuerwehren in ganz Niederösterreich   

erstellt am
30. 07. 09

Pernkopf: Wichtiger Beitrag zum Schutz der MitbürgerInnen
St. Pölten (nlk) - Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta haben kürzlich 85 Wärmebildkameras an niederösterreichische Feuerwehren übergeben. Pernkopf bezeichnete die Wärmebildkameras dabei als „ein weiteres Stück im großen Puzzle, das ‚Sicherheit für Niederösterreich' heißt. Die Feuerwehr leistet hier einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger."

Im Zuge einer Ausschreibung waren die Kameras „Evolution 5200 HD" der Firma „MSA Auer" als beste Geräte ermittelt worden. Für 75 der insgesamt 85 Kameras gab es eine Förderung des NÖ Landesfeuerwehrverbandes, um die modernen Geräte für die Feuerwehren auch leistbar zu machen; von den 7.600 Euro, die eine Wärmebildkamera kostet, wurden 75 Stück mit je 2.600 Euro subventioniert. Die zehn übrigen Kameras wurden von Feuerwehren ohne Subvention angekauft. Laut Buchta hätten gute Verhandlungen und ein Auftragsvolumen von rund 650.000 Euro den Einzelpreis sehr günstig gemacht; bisher wären die Anschaffungskosten bei über 10.000 Euro gelegen.

Um eine ausgewogene Stationierung über ganz Niederösterreich sicherzustellen, wird nun in jedem Bezirk pro 20 Freiwillige Feuerwehren eine subventionierte Wärmebildkamera stationiert.

Wärmebildkameras sollen die Atemschutztrupps der Feuerwehren im Einsatz unterstützen. Mit Infrarotsensortechnik können sie auch in verrauchter oder stockdunkler Umgebung „sehen", um im Rauch oder Feuer eingeschlossene Personen rascher finden und retten zu können. Gerade die giftigen Rauchgase zählen im Brandfall zu den größten Gefahren für Mensch und Tier. Das Einatmen dieser Rauchgase führt schnell zur Bewusstlosigkeit; betroffene Personen können sich nicht selbst in Sicherheit bringen oder um Hilfe rufen. Die speziell für den Feuerwehreinsatz entwickelten Wärmebildkameras fungieren dann als „Augen" der Einsatzkräfte, da die Geräte auf ihrem Bildschirm nicht nur Brandherde, sondern auch Menschen oder Tiere anzeigen können.

Wertvolle Hilfe sollen die Kameras auch nach dem Einsatz leisten: Glutnester, die einen Brand wieder entfachen könnten, können mit ihrer Hilfe lokalisiert werden.
     
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