Wiener Städtische baut im Osten Marktführung aus   

erstellt am
27. 08. 09

Wien (nöwpd) - Trotz der Wirtschaftsflaute bleibt der Konzern der Wiener Städtischen Versicherung unverändert auch heuer auf Erfolgskurs. Sehe man von Sondereffekten, wie dem Verkauf der BA-CAV- und Unita-Beteiligungen, ab, sei das Geschäft sogar besser gelaufen als 2007 und 2008, sagte Vorstandschef Günter Geyer bei der Präsentation der Halbjahresbilanz für 2009. Insbesondere in den CEE-Ländern Mittel- und Osteuropas, vor allem in der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Tschechien, konnte die Vienna Insurance Group (VIG) ihre Marktführung ausbauen. Mit insgesamt rund 16 Prozent Marktanteil in den CEE-Staaten liegt sie vor der Allianz und der Generali, der heimische Mitbewerber Uniqa kommt gar nur auf vier Prozent. Gegenüber 2005 hat sich der Marktanteil der VIG damit fast verdoppelt.

Das Prämienaufkommen des Konzerns erzielte im ersten Halbjahr mit 4,25 Milliarden Euro einen Zuwachs um 0,9 Prozent. Beim "abgegrenzten² Prämienaufkommen, basierend auf einer neuen Rückversicherungsstrategie mit Umschichtungen im eigenen Haus, machte das Plus sogar 4,1 Prozent aus. Der Gewinn vor Steuern betrug 230 Millionen Euro. Geyer hob hervor, dass die stillen Reserven in Form von Grundstücken und Beteiligungen über eine Milliarde ausmachen. Mit 1,2 Milliarden Euro in der "Kriegskasse² suche man noch Beteiligungen in Polen und Ungarn, anderswo stoße man weitgehend an die Kartellgrenze.

Ganz spurlos aber gehen die gegenwärtigen Wirtschaftsprobleme auch an dieser Versicherungsgruppe nicht vorbei: Bei Lebensversicherungen mit Einmalerlag ist man mit einem Rückgang konfrontiert, auch häufen sich die Ersuchen um Prämienmoratorien. Die Auto-Kaskoversicherung ist rückläufig, dem steht aber auch ein Rückgang der Schadensfälle gegenüber. Intern zieht der Konzern ein Sparprogramm durch, mit dem 900 Mitarbeiter - davon 170 in Österreich - abgebaut werden. Damit könne man auch die Naturschadensfälle durch Hagel und Hochwasser - 80 Millionen Euro in Österreich und 30 Millionen in Tschechien - kompensieren.
     
Informationen: http://www.vig.com    
     
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