Rosa-Jochmann-Preis hat Form angenommen   

erstellt am
22. 10. 09

LRin Dunst: Rosa-Jochmann-Preis wird ab 2010 an engagierte Frauen vergeben.
Eisenstadt (blms) – Im kommenden Jahr wird erstmals der neu von Frauenlandesrätin Verena Dunst und dem Frauenbüro des Landes geschaffene Rosa-Jochmann-Preis verliehen. Um dem Preis eine Form zu geben wurden Künstlerinnen aufgerufen Vorschläge zu liefern. Gestern hat Frauenlandesrätin Verena Dunst im Rahmen einer Vernissage die Entwürfe und den Siegerentwurf präsentiert.

„Um ein gutes und repräsentatives Ergebnis zu erhalten, haben wir burgenländische Künstlerinnen aufgefordert, Entwürfe oder Prototypen für den Rosa-Jochmann-Preis einzureichen.“, informiert Landesrätin Verena Dunst. Aus 23 Exponaten wurde das Siegerinnenexponat von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Alle eingereichten Entwürfe wurden in einem Frauenkunstraum ausgestellt. „Ich freue mich die Siegerin der Ausschreibung für den Rosa-Jochmann-Preis bekannt zu geben. Das Preisgeld in Höhe von 6.000 € geht an Birgit Sauer. Frau Sauer wurde zwar im Wien geboren, lebt und arbeitet aber in Trausdorf im Burgenland.“, so Dunst.

Birgit Sauer studierte an der Akademie für angewandte Kunst in der Meisterklasse FROHNER von 1990 bis 1994, Abschluss mit Auszeichnung. Ausstellungsorte waren im Burgenland, in Wien, Deutschland, Frankreich, Italien, China, in den USA und in Brasilien. Frau Sauer baute parallel zum Studium die Künstlergaleriegemeinschaft NN-fabrik in Oslip auf.1995 erhielt sie den SanZanobi-Preis der 21.Graphikerbienale, 1998 den Spezialpreis der Graphiktrienale Krakow. 2002 folgte die Ausstellung „going home“ in der Tiefgarage der Bank Burgenland, 2007 die Ausstellung einer 12teiligen Photoserie im Denkraum in Wien. Im Anschluss realisierte sie freie Photoprojekte für „Wein Österreich“ und ISOVOLTA.

Ihr Entwurf für den Rosa Jochmann Preis wurde von der Jury einstimmig gewählt. Er stellt eine Verbindung dar zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der burgenländischen Frauen.

Mit dem Rosa-Jochmann-Preis sollen burgenländische Frauen ausgezeichnet werden, die sich durch außergewöhnliches Engagement im Rahmen der beruflichen Tätigkeit oder durch langjähriges und erfolgreiches Engagement in Vereinen oder Institutionen oder durch Durchsetzung in einem frauenuntypischen Bereich auszeichnen. Der Rosa-Jochmann-Preis soll ab März 2010 jedes Jahr an verdiente Frauen verliehen werden.

Namensgeberin Rosa Jochmann (1901 – 1994) wurde in Wien geboren und zeichnete sich durch großes soziales und politisches Engagement aus. Auch in der schweren Vorkriegs- und Kriegszeit trat sie mutig für ihre Ideale ein und ließ sich auch durch ihre Deportation ins KZ Ravensbrück nicht beirren. Nach ihrer politischen Karriere als Abgeordnete zum Nationalrat und SPÖ-Frauenvorsitzende hielt sie zahllose Vorträge und vermittelte so als Zeitzeugin ihre Erfahrungen im In- und Ausland.

„Wenn man sich diese biographischen Daten von Rosa Jochmann ansieht erkennt man sofort, dass sie eine äußerst engagierte und mutige Frau war – genau die richtige, um nach ihr einen Preis zu benennen.“, bekräftigt Verena Dunst.
     
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