Oberösterreich auch im Oktober mit niedrigster Arbeitslosenquote aller Bundesländer   

erstellt am
03. 11. 09

LR Sigl: "Müssen aktive Arbeitsmarktpolitik weiter auf hohem Niveau halten. Haben am Arbeitsmarkt harten Winter vor uns."
Linz (lk) - Mit 4,3 % verfügt Oberösterreich im Oktober einmal mehr über die niedrigste Arbeitslosenquote aller Bundesländer - deutlich vor Salzburg mit 5,5 % und Niederösterreich mit 6,4 %. Der Österreich-Durchschnitt liegt bei 6,8 %. "Oberösterreich ist als Wirtschafts- und Industriebundesland in besonderem Ausmaß von der Wirtschaftskrise betroffen. Daher ist es erfreulich, dass unser Bundesland dennoch die niedrigste Arbeitslosenquote schafft. Aber eines ist klar: Wir dürfen in den nächsten Monaten bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht locker lassen, unser oberstes Ziel bleibt, Arbeit für die Menschen zu haben. Und da stehen wir noch längere Zeit vor einer besonderen Herausforderung", macht Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl unmissverständlich klar. "Wir haben am Arbeitsmarkt noch harte Zeiten vor uns."

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit sei im Oktober deutlich gedämpft, sagt Wirtschafts-Landesrat Sigl. Die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit seien gegenüber dem Oktober des Vorjahres deutlich höher. "Unser Bundesland verfügt über 24 % aller offenen Stellen. Derzeit sind 6.536 offene Stellen beim AMS gemeldet. Das gibt uns die Chance, weiter Menschen in Beschäftigung zu bringen", betont Sigl.

"Wir haben noch sehr schwierige Zeiten. Jeder arbeitslose Mensch in Oberösterreich schmerzt uns. Daher werden wir auch unsere Maßnahmenpakete wie zum Beispiel "Meine Lehre, meine Chance" oder "Perspektive Job - Jugend hat Vorrang" ebenso fortsetzen, wie die "Bildungskarenz plus". Die wurde nicht nur in Oberösterreich von AMS-Chef Dr. Roman Obrovski und Wirtschafts-Landesrat Sigl vor einem Jahr gestartet, sie wird in unserem Bundesland am stärksten angenommen. Ein Drittel aller 10.114 Bildungskarenzen in Österreich kommen aus Oberösterreich (3.271 bzw. 32,3 %). "Sie helfen uns, Menschen in Beschäftigung halten zu können und zugleich für die Zeit nach der Krise noch besser zu qualifizieren", so Sigl.

Ein besonderes Augenmerk werden in den nächsten Wochen weiterhin auf die Jugendbeschäftigung und den Lehrstellenmarkt gelegt, appelliert der Wirtschafts-Landesrat weiter an die oö. Unternehmen, jungen Menschen einen Lehrplatz anzubieten. "Das Land OÖ wird mit seinen Initiativen im Bereich der Jugendbeschäftigung weiter volle Unterstützung anbieten." Ende Oktober waren in Oberösterreich 811 sofort verfügbare Lehrstellensuchende und 356 zu einem späteren Zeitpunkt Lehrstellensuchende gemeldet. Dem gegenüber stehen 739 sofort verfügbare und 563 später verfügbare Lehrstellen gegenüber, was rechnerisch einen Lehrstellenüberhang von 135 ergibt.
     
zurück