Österreichs Einzelhandel lukriert 1,6 Mrd Euro an Kaufkraft aus benachbarten Grenzregionen   

erstellt am
18. 11. 09

Ried im Innkreis (cima) - Die Auswertung von Bundesländer spezifischen CIMA-Kaufkraftstromuntersuchungen der letzten 2 1/2 Jahre zeigt, daß Österreichs Handelsstandorte pro Jahr insgesamt 1,58 Mrd Euro an Kaufkraft aus den benachbarten Grenzregionen abziehen. Gleichzeitig decken sich die ÖsterreicherInnen in den Nachbarstaaten mit Waren im Ausmaß von 657,9 Mio Euro ein. Die Italiener (371,3 Mio Euro Zufluß) und hier insbesondere die Südtiroler sowie die Ungarn (314 Mio Euro Zufluß) aus den westlichen Grenzkomitaten erweisen sich als besonders intensive EinkäuferInnen.

Aber auch die Bayern kaufen verstärkt in den österreichischen Grenzregionen ein. Hier kann vor allem das Bundesland Salzburg (126 Mio Euro) die meister "deutsche Kaufkraft" abschöpfen, gefolgt von Tirol (62,2 Mio Euro), Oberösterreich (62 Mio Euro) und Vorarlberg (12 Mio Euro).

Ähnlich wie bei den Ungarn sind Tschechen (195,2 Mio Euro Zufluß) und Slowaken (239 Mio Euro Zufluß) in erster Linie beim Einkauf "Ostösterreich"-orientiert, d.h. Niederösterreich und Wien erhalten von KonsumentInnen dieser Nachbarstaaten die meiste Kaufkraft.

Je nach Wohnort und topographischer Grenzstruktur erwerben die Slowenen in der Steiermark (insgesamt 78,2 Mio Euro) oder in Kärnten (65,1 Mio Euro) österreichische Güter. Die Schweizer und hier vor allem die BürgerInnen aus dem Kanton St. Gallen strömen beinahe ausschließlich in die Einkaufsdestinationen auf Vorarlberger Seite (52 Mio Euro).

Die dargestellten Daten basieren auf insgesamt 8 länderspezifischen Kaufkraftstromuntersuchungen der CIMA im Zeitraum 2007-2009 mittels telefonischer, gemeindegenauer Haushaltsinterviews in den österreichischen Bundesländern sowie angrenzenden Regionen der Nachbarstaaten.
     
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