Opel-Werk in Aspern soll ausgebaut werden    

erstellt am
07. 12. 09

Wien (bmwfj) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat am 04.12. in Brüssel den neuen GM-Europe-Präsidenten Nick Reilly und andere GM-Vertreter getroffen, die dort den neuen Business-Plan ihres Konzerns vorgestellt haben. Demnach ist der Standort Wien-Aspern nicht gefährdet, sondern hat gute Chancen, zusätzliche Getriebekomponenten bauen zu können.

Für Mitterlehner hat sich das koordinierte Vorgehen auf europäischer Ebene rund um die Sanierung des Autobauers Opel sehr bewährt. "Ein Subventions-Wettlauf mit einem gegenseitigen Überbieten der europäischen Regierungen konnte bisher verhindert werden. Die Europäische Union hat dazu einen großen Beitrag geleistet", sagte Mitterlehner am Freitag in Brüssel beim EU-Rat für Wettbewerbsfähigkeit. Die österreichische Haltung sei weiterhin klar: "Eventuelle Haftungen müssen im Einklang mit dem Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz (ULSG) stehen", bekräftigte der Wirtschaftsminister.

Mitterlehner freut sich zudem, dass das Opel-Werk in Wien-Aspern im Zuge der bisher bekannten Restrukturierungspläne von General Motors keinen Kapazitätsabbau verkraften muss, sondern sogar ein Ausbau des Standorts geplant ist. "Es hat sich bestätigt, dass Aspern angesichts der hohen Fertigungsqualität sowie der Forschungs- und Entwicklungskompetenz in jedem Konzept gute Chancen hat - und das ohne Abbau von Personal", so Mitterlehner.
Neues Gemeinschaftspatent hilft Unternehmen

Als äußerst positiv wertete der Wirtschaftsminister auch die Grundsatzentscheidung des Rates für die Einrichtung eines Gemeinschaftspatents. "Durch die Anmeldung eines EU-weit gültigen Patents sparen sich forschende Unternehmen sowie Erfinder Verwaltungs- und Anmeldekosten. Gleichzeitig erhalten sie mehr Rechtssicherheit durch ein einheitliches Verfahren. Solche Wettbewerbserleichterungen sind gerade angesichts der Wirtschaftskrise sehr wichtig", sagte Mitterlehner.
     
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