Drittes Arbeitnehmergespräch im NÖ Landhaus   

erstellt am
27 01. 10

LH Pröll: Weitere 12 Millionen Euro für Arbeitsmarkt-Maßnahmen
St. Pölten (nlk) - 12 Millionen Euro werden das Land Niederösterreich und das AMS Niederösterreich in Schwerpunktmaßnahmen in den Bereichen Jüngere Arbeitnehmer, Langzeitarbeitslose und Wiedereingliederung älterer Arbeitnehmer investieren. Dieses Ergebnis des dritten Arbeitnehmergespräches im NÖ Landhaus präsentierten Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner und AMS-Landesgeschäftsführer Mag. Karl Fakler am 27.01..

„Wir wollen bei der Entwicklung des Arbeitsmarktes nichts dem Zufall überlassen", sagte Landeshauptmann Pröll in seiner Stellungnahme. Die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen habe sich in Niederösterreich „nach oben eingebremst", etwa bei den jüngeren Arbeitslosen von einem Anstieg von 14,7 Prozent im November 2009 auf 6,7 Prozent im Dezember des Vorjahres. Die laufenden Initiativen des Landes würden „greifen", so Pröll, der Arbeitsmarkt bleibe aber auch weiterhin ein „wichtiger Schwerpunkt".

So wird das „start up"-Programm, über das bereits 1.000 Jugendliche vermittelt werden konnten, auch heuer mit 800 Plätzen fortgesetzt. Gemeinsam mit den Gemeindevertreterverbänden werde man eine Informationsoffensive starten, um diese Aktion bei den Gemeinden noch besser zu kommunizieren, kündigte der Landeshauptmann an. In einem weiteren Schritt werde man nun die Zahl der Lehrstellenvermittler, die seit Oktober 2009 erfolgreich tätig sind, von fünf auf sieben erhöhen.

Im Bereich der älteren Arbeitnehmer sei die „Initiative 50" ein „hervorragendes Instrument", allein 2009 wurden dadurch 700 Menschen wieder in den Arbeitsmarkt eingegliedert, betonte Pröll: „Die Initiative 50 wird von 700 auf 1.000 Plätze aufgestockt."

Landesrätin Mikl-Leitner informierte über das „start up"-Programm, das Lehrlingsauffangnetz und die Lehrstellenvermittler: „Dadurch können wir die jungen Frauen und Männer an der Hand nehmen und ihnen bei der Lehrstellensuche helfen."

Die „Initiative 50" könne eine Integrationsquote von 92 Prozent aufweisen, und zwar im gleichen Betrieb, berichtete Landesgeschäftsführer Fakler, der sich in Bezug auf die weitere Entwicklung des Arbeitsmarktes „vorsichtig optimistisch" zeigte.

Im Zuge des Arbeitnehmergespräches wurden auch einige Beispiele aus der Praxis aufgezeigt. So beschäftigt etwa die Gemeinde Winklarn zwei Mitarbeiter über das Projekt „start up" in der Gemeinde. Die Firma Hartl-Haus, vertreten durch KR Dir. Roland Suter, hat über die „Initiative 50" eine Arbeitnehmerin über 50 Jahre eingestellt.
     
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