Plassnik: "Spaniens EU-Vorsitz als Motor der Frauenpolitik"   

erstellt am
03  02. 10

Sonderbeauftragte mahnt zu Eile bei europaweiter Notrufnummer für Gewaltopfer
Wien (bmeia) - "Spaniens EU-Vorsitz hat sich schon im ersten Monat als erfreuliche Ermutigung für uns Frauen in Europa erwiesen. Madrid agiert als Motor in der Frauenpolitik und arbeitet mit beeindruckendem Engagement an der Umsetzung der Vorhaben", so die Sonderbeauftragte des Außenministeriums für internationale Frauenfragen, Ursula Plassnik.

"Spanien ist entschlossen, mit effizienten Maßnahmen die Gewalt gegen Frauen einzudämmen. Dafür braucht der EU-Vorsitz die tatkräftige Unterstützung der EU-Partner", so Plassnik weiter. "Vorrangig ist die Einführung einer in der gesamten Europäischen Union gültigen einheitlichen telefonischen Hotline, um weiblichen Opfern von Gewalt Beratung und Hilfe zu bieten. Bei der Umsetzung dieses Vorhabens sollte rasch gehandelt werden. Bürokratischen Hindernissen oder Verzögerungen aus technischen Gründen sind im Informationszeitalter nicht glaubwürdig. Die allgemeine europaweite Notrufnummer hat sich bewährt und kann auch technisch ein Anknüpfungspunkt sein."

"Begrüßenswert ist auch, dass der EU-Vorsitz besonderes Augenmerk auf die Gleichstellung von Frauen und Männern legt. Das Gleichheitsprinzip soll nach entsprechenden Beschlüssen des Europäischen Rates im März Teil der Strategie Europa 2020 werden. Ziel ist, Gleichheit in allen Bereichen des Arbeitsmarktes durchzusetzen", unterstrich Plassnik.

Die Sonderbeauftragte abschließend: "Frauen sind aber auch ein emminent wichtiges Thema globaler Aussenpolitik. Der spanische EU-Ratsvorsitz engagiert sich deshalb besonders bei der Förderung der Frauen in den Bereichen nachhaltige Entwicklung und Friedenssicherung. Die 27 EU-Staaten werden ermutigt, auch über Europa hinauszuschauen und auf überfällige Fortschritte bei der Verwirklichung der UNO-Resolution 1325 zu Frauen, Frieden und Sicherheit hinzuarbeiten. Das 10-Jahresjubiläum dieser wegweisenden UNO-Resolution ist ein guter Anlass, um diesem Thema europäischerseits die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen."
     
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