500. NÖ Biomasseheizwerk in Hofstetten-Grünau eröffnet   

erstellt am
22  02. 10

Pernkopf, Schultes: Energie aus der Region für die Region
St. Pölten (nlk) - In der Marktgemeinde Hofstetten-Grünau im Bezirk St. Pölten-Land eröffnete Landesrat Dr. Stephan Pernkopf im Beisein von Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, am 22.02. das 500. NÖ Biomasseheizwerk. „In Niederösterreich ist bereits im Jahr 1983 das erste Biomasseheizwerk in Betrieb gegangen. Seither hat der Bau der Nahwärme-Anlagen ein Investitionsvolumen von 431 Millionen Euro ausgelöst", meinte Pernkopf, der auch betonte: „Die niederösterreichischen Bioheizkraftanlagen liefern mittlerweile für 140.000 Haushalte Strom sowie für 25.000 Haushalte Wärme."

In Bezug auf die Zukunft meinte Pernkopf: „Am Einsatz erneuerbarer Energie führt kein Weg vorbei, Niederösterreich wird den Anteil der erneuerbaren Energie für Wärme- und Stromgewinnung weiter ausbauen. Dazu müssen in Zukunft Energiesparpotenziale genutzt sowie mehr Energiesparlampen und Standby-Stromsteckerleisten verwendet werden."

„Die in den Heizwerken eingesetzte Biomasse ersetzt jährlich rund 1.500 Heizöl-Tanklastzüge", meinte Schultes. Die heimische Land- und Forstwirtschaft profitiere durch die Lieferung von rund 4 Millionen Schüttraummetern Waldhackgut, wodurch über 80 Millionen Euro an Wertschöpfung in der Region verbleiben." Die Versorgung der Heizwerke mit Holz sei durch das heimische Rohstoffaufkommen für die Zukunft gesichert. In Niederösterreich wachsen jährlich rund 6,4 Millionen Festmeter Holz zu.

Die Investitionskosten für die Anlage umfassen rund 600.000 Euro. Der Biomassekessel hat eine Leistung von 514 Kilowatt, die Anlage umfasst ein Verbrauchsvolumen von 821 Megawattstunden im Jahr, der Brennstoffbedarf beläuft sich jährlich auf rund 1.300 Schüttraummeter Waldhackgut, das aus der unmittelbaren Umgebung kommt. Die Kohlendioxideinsparung beläuft sich auf rund 300.000 Kilogramm pro Jahr. Versorgt werden unter anderem das Bürger- und Gemeindezentrum Hofstetten-Grünau, zwei Wohnhausanlagen, zwei Gewerbeobjekte und private Gebäude.
     
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