Unterstützung für den Milchtransport im Berggebiet   

erstellt am
16  02. 10

Eisl: Funktionierender Milchtransport ist für Bauern wichtig / Zusätzliches Geld freigegeben
Salzburg (lk) - Die Zukunft des Milchtransports im Berggebiet stand kürzlich im Mittelpunkt einer Diskussion in St. Johann, die Agrarreferent Landesrat Sepp Eisl mit Vertretern der Bäuerinnen und Bauern, den Obmännern der Bezirksbauernkammern (BBK) sowie mit Milchverarbeitern führte. Trotz der schwierigen Budgetsituation gibt der Salzburger Agrarreferent 50.000 Euro zusätzlich für den Milchtransport im Berggebiet frei. Somit fördert das Land Salzburg heuer den Milchtransport im Berggebiet mit rund 550.000 Euro.

"Bei der Diskussion in St. Johann im Pongau ist klar heraus gekommen, dass auch in Zukunft ein funktionierender Milchtransport wichtig ist. Die Ergebnisse dieser Pongauer Initiative sind auch in Hinblick auf die bevorstehenden EU-Verhandlungen für die Förderperiode nach 2013 eine wichtige Grundlage. Wir müssen die nachteilige Struktur in Salzburg durch Fördermaßnahmen und intelligente Projekte ausgleichen. Für die Abgeltung von Mehraufwänden im heurigen Jahr stelle ich daher aus dem Agrarbudget zusätzlich 50.000 Euro für den Milchtransport im Berggebiet zur Verfügung. Unser Ziel ist es, Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Landwirtschaft in Salzburg zu schaffen", betonte Landesrat Sepp Eisl am 16.02.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe freuen sich über dieses Ergebnis. "Angesichts des knappen Budgets des Landes Salzburg ist dies mit Sicherheit ein Signal in die richtige Richtung. Für die Bäuerinnen und Bauern wird der funktionierende Milchtransport immer wichtiger und ist entscheidend für den Weiterbestand der Milchproduktion im Berggebiet", sagte Christian Hallinger, der Obmann der Tauernmilchgenossenschaft aus Bischofshofen.

Auch für die jungen Hofübernehmer ist eine funktionierende Infrastruktur sehr wichtig. Über ein Projekt der Landwirtschaftsschule Bruck haben angehende Bäuerinnen und Bauern ihre Vorschläge eingebracht. "Wir wollen den jungen Bauern zeigen, dass man gemeinsam etwas bewegen kann. Vor allem aber sollen Voraussetzungen geschaffen werden, die für die Jugend ein Ansporn zum Weitermachen sind", so Fachlehrer Anton Mayer aus St. Johann im Pongau.

"Wir werden uns weiterhin um die Anliegen der Bäuerinnen und Bauern kümmern. Vor allem wollen wir bei den anstehenden EU-Agrarverhandlungen unsere Standpunkte deutlich machen und auf die Herausforderungen, denen die Landwirte in Salzburg gegenüberstehen, hinweisen. Es ist wichtig, dass wir uns jetzt für die Verhandlungen für die Förderperiode nach 2013 rüsten", sind sich Sylvester Gfrerer aus Großarl und BBK-Obmann Paul Schreilechner aus Mariapfarr einig.
     
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