Kitzmüller fordert endlich härtere Strafen für Kinderschänder   

erstellt am
25  02. 10

Sexueller Missbrauch an Unmündigen darf nicht gleich bestraft werden wie Einbruchsdiebstahl
Wien (fpd) - FPÖ-Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller fordert eindringlich höhere Strafen für Kinderschänder: "Nach den unglaublichen Skandalen, die derzeit weltweit ans Licht kommen, ist es höchste Zeit, hier endlich im Sinne der Generalprävention tätig zu werden", verlangt Kitzmüller. Immer noch komme es vor, dass Kinderschänder mit bedingten Strafen oder kurzer Haft davonkommen. Als Beispiel nannte sie den § 207 StGB, der den sexuellen Missbrauch an Unmündigen regelt und ihn lediglich mit Strafe von 6 Monaten bis 5 Jahren bedroht: "Das ist dasselbe niedrige Strafmaß wie für den Einbruchsdiebstahl laut § 129. Wenn man weiß, dass missbrauchte Kinder oft lebenslang unter den Folgen leiden, steht das in keiner Relation."

Kitzmüller fordert daher vor allem ein drastisches Anheben der Mindeststrafen und erneuert darüber hinaus die freiheitlichen Forderungen nach lebenslanger Haft nach Beischlaf mit Unmündigen und chemischer Kastration bei schwerem sexuellem Missbrauch sowie für Wiederholungstäter.

"Ich fordere die Justizministerin auf, ihren Ankündigungen endlich Taten folgen zu lassen. Angesichts der enormen Dunkelziffer in diesem Bereich müssen die überführten Täter möglichst hart bestraft werden, um andere wirkungsvoll von diesen widerwärtigen Praktiken abzuschrecken", erklärt die Familiensprecherin.
     
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