Strasser Initiative: Deutsch soll Arbeitssprache des neuen Auswärtigen Dienstes der EU werden   

erstellt am
25  02. 10

Sachliche Kritik an Ashton - Englisch und Französisch sind nicht genug
Brüssel (övp-pd) - ÖVP-Europaklubobmann Dr. Ernst Strasser fordert die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton auf, Deutsch gleichrangig neben Englisch und Französisch als dritte offizielle EU-Arbeitssprache im neuen Europäischen Auswärtigen Dienst zu etablieren. Strasser wird gemeinsam mit deutschen und Südtiroler Abgeordneten eine entsprechende Anfrage an Ashton richten: "Deutsch ist die Sprache mit der größten Anzahl an Muttersprachlern in der EU. In fünf EU-Staaten ist sie Amtssprache. Darüber hinaus zählt Deutsch zu den wichtigsten Fremdsprachen innerhalb der Union. Dieses Faktum muss der zu schaffende Europäische Auswärtige Dienst widerspiegeln", so Strasser.

Von seiner Initiative erwartet sich Strasser nicht nur ein Einlenken Ashtons, er will auch den politischen Druck auf Kommission und Rat erhöhen: "Wir wollen, dass 100 Millionen deutschsprachige EU-Bürger in der täglichen Arbeit des Auswärtigen Diensts entsprechend berücksichtigt werden. Seit der letzten EU- Erweiterung hat die deutsche Sprache einen noch größeren Stellenwert. Unsere ungarischen, slowenischen, slowakischen, tschechischen Nachbarn, aber auch viele Polen haben sehr oft Deutsch als erste Fremdsprache gelernt", betont Strasser. Erst danach kommen Russisch und Englisch, weit gefolgt von Französisch. "Der Auswärtige Dienst muss für die EU-Bürger da sein, nicht nur für die EU-Bürokratie. Ich erwarte mir daher von Lady Ashton eine klar positive Reaktion auf unsere Initiative", so Strasser abschließend.
     
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