Wien: Pfarren lernen mit Migration und Integration umgehen   

erstellt am
24  02. 10

Neue Initiative der Caritas und des Kardinal-König-Hauses
Wien (pew) - Die katholischen Pfarrgemeinden spielen eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit der Integration von Migranten. Im Gegensatz zu landläufigen Meinungen gehören mehr als 50 Prozent der Migranten, die nach Österreich kommen, einer christlichen Kirche an. Aber die Pfarrgemeinden kümmern sich auch um die Andersgläubigen. Auf diesem Hintergrund veranstaltet die Abteilung Pfarrcaritas der Caritas der Erzdiözese Wien in Zusammenarbeit mit dem Kardinal-König-Haus unter dem Titel „Wien, Migration und Integration – Situationsanalyse für Pfarrgemeinden“ eine Workshop-Reihe für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pfarrgemeinden. Die vom Unterrichtsministerium geförderte Workshop-Reihe beginnt am Donnerstag, 25. Februar. Referenten sind Georg Nuhsbaumer, Leiter des Bereichs Gesellschaftsfragen im Team des Kardinal-König-Hauses, und der Schwechater Pastoralassistent Daniel Vychytil (die Pfarre Schwechat ist seit vielen Jahren führend bei Initiativen zur Integration).

Die Workshop-Reihe bietet Pfarrgemeinden die Möglichkeit einer differenzierten Analyse zum Thema Migration und Integration. Dabei wird ein Instrumentarium zur Einschätzung der Gegebenheiten und Handlungsmöglichkeiten von Pfarren vermittelt. Die Pfarrgemeinden sollen durch diese Analyse dabei unterstützt werden, Projekte zu entwickeln, die das gute Zusammenleben und das aktive Gestalten der Beziehungen von Menschen unterschiedlicher Herkunft, von „Einheimischen“ und „Zuwanderern“, fördern. Im Rahmen der Workshop-Reihe lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Methoden zur Wahrnehmung und Analyse von Teilaspekten des Themas Integration kennen. Diese Methoden sollen dann auf die Situation in der jeweils konkreten Pfarre angewandt werden.
     
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