Wehsely eröffnet neue Palliativstation im AKH Wien   

erstellt am
07  05. 10

Beste Schmerzbehandlung für schwerstkranke PatientInnen
Wien (rk) - "An der Palliativstation im AKH Wien werden schwerstkranke Menschen medizinisch versorgt und menschlich betreut. Diese Betreuung fordert allen ÄrztInnen und Pflegepersonen großen Einsatz ab. Das zeigt, dass die medizinische Betreuung am AKH Wien über Spitzenmedizin hinaus geht", betonte Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely anlässlich der Eröffnung der neuen Palliativstation im AKH Wien. Die Eröffnung wurde am 07.05. gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Reinhard Krepler, Direktor AKH Wien und Ärztlicher Direktor, Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski, Leiter der Univ. Klinik für Innere Medizin I und Leiter der Klin. Abteilung für Onkologie, sowie Univ.-Prof. Dr. Herbert Watzke, Leiter der neuen Palliativstation, vorgenommen. Das AKH Wien zeigt täglich, dass es hoch technisierte Spitzenmedizin für alle Menschen, ungeachtet ihres Einkommens, Alters, Geschlechts oder ihrer Herkunft, mit bester PatientInnenbetreuung vereint. Auf der Palliativstation treffen diese beiden Seiten direkt aufeinander.

Die Palliativstation verfügt über vier 1-Bett-Zimmer, vier 2-Bett-Zimmer einen großen Aufenthaltsbereich und ein Entspannungsbad. Die neue Farb- und Mustergestaltung auf der Palliativstation soll das Wohlbefinden der PatientInnen steigern. Die Kosten für die Station belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro.

Erhaltung der Lebensqualität
Die Mehrzahl der dort aufgenommenen PatientInnen leidet an noch nicht heilbaren Krebserkrankungen. Dennoch kann ihnen mit medizinischer und pflegerischer Betreuung sehr wesentlich geholfen werden. Durch geeignete Behandlungen werden vor allem Schmerzen der Erkrankung zurückgedrängt und verdeckt. Diese Palliativbetreuung ist besonders aufwändig und erfordert hochqualifizierte, auf diese Art der Betreuung spezialisierte ÄrztInnen und Pflegepersonen. Da Lebensqualität nicht nur durch körperliche Beschwerden, sondern auch durch psychische, soziale und spirituelle Probleme eingeschränkt werden kann, wird auch diesen Betreuungsfeldern gleichermaßen Aufmerksamkeit gewidmet. Dazu werden die PatientInnen nicht nur von speziell geschulten und vor allem für diese Betreuung motivierten ÄrztInnen und Pflegepersonen, sondern auch von PsychologInnen, SeelsorgerInnen und SozialarbeiterInnen betreut.

Stabilisierung für zu Hause
Das Ziel dieser Betreuung ist es, die PatientInnen so weit zu stabilisieren, dass sie auch wieder nach Hause entlassen werden können. Dazu ist eine enge Kooperation mit vielen Einrichtungen wie sozialen Diensten, mobilen Palliativteams und HausärztInnen notwendig. Tatsächlich können drei Viertel aller PatientInnen der Palliativstation so weit verbessert werden, dass sie unter Ausnutzung aller denkbaren Hilfestellungen wieder zu Hause leben können. Durch die enge Kooperation mit den genannten Einrichtungen ist auch eine gezielte Wiederaufnahme im Bedarfsfall möglich.

Ort der Ruhe und Geborgenheit
Ein Viertel der PatientInnen verstirbt trotz aller Bemühungen an der Palliativstation. Für sie stellt diese Station einen Ort der Ruhe und des Rückzuges dar. Deshalb ist sie entsprechend gestaltet, verbreitet wohnliche Atmosphäre und erlaubt damit auch einen engen Kontakt der PatientInnen mit ihren Angehörigen, die auch in das Betreuungskonzept der Palliativmedizin integriert sind. Dies gibt den betreuten PatientInnen wie Angehörigen ein Gefühl der Geborgenheit bis zum Schluss und unterstreicht dadurch die menschliche Komponente dieses Krankenhauses.
     
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