Sima: Alte Donau - Beste Wasserqualität auch in der Badesaison 2010   

erstellt am
21  05. 10

Erfolgreiches Wasserpflanzenmanagement als Basis für gute Qualität
Wien (rk) - "Die Ergebnisse der ersten Qualitätskontrollen im April haben bestätigt, dass wir bei unseren Maßnahmen zur langfristigen Erhaltung des Ökosystems der Alten Donau am besten Weg sind. Die Wasserqualität der Alten Donau kann sich heute mit jedem österreichischen Badesee messen", sagte Umweltstadträtin Ulli Sima heute bei einem Pressetermin an der Oberen Alten Donau.

Mittels chemisch-physikalischer Analysen, Echosondierungen und Tauchungen wurden in der gesamten Alten Donau sowohl Wasserqualität, als auch Zustand und Vitalität der Wasserpflanzen als sehr gut beurteilt. Das Wasser ist klar, die durchschnittliche Sichttiefe bei den bisher im Jahr 2010 durchgeführten Messungen betrug 3,4 Meter. Dies entspricht exakt den Durchschnittswerten des Vorjahrs. Momentan beträgt die Sichttiefe sogar über 4 Meter. Die Wasserpflanzen, die als biologischer Filter wirken, entwickeln sich hervorragend. Die Nährstoffgehalte und die Plankton-Algenmengen sind niedrig. Auch bakteriologisch ist die Alte Donau in einem ausgezeichneten Zustand.

Die zwischen April und Oktober alle zwei bis vier Wochen durchgeführten Untersuchungen bilden die Basis für die Einsatzplanung der Mähboote zum Mähen der Wasserpflanzen in der Alten Donau.


Wasserpflanzen sorgen für klares Wasser
Wasserpflanzen sind wichtig für die Gewässergüte, da sie Nährstoffe binden und in direkter Konkurrenz zu den Planktonalgen stehen. Sie verringern somit die Gewässertrübe und sorgen für klares Wasser. Von der MA 45 Wiener Gewässer werden niederwüchsige Wasserpflanzen wie die so genannten Armleuchteralgen gefördert und durch Schonzonen geschützt. So wird das Artenreichtum erhöht und der Mähaufwand kann langfristig verringert werden.
Jährlich werden 1.800 Tonnen Wasserpflanzen gemäht

Jedes Jahr werden bei den Mäharbeiten rund 1.800 Tonnen Pflanzen abgemäht und kompostiert. Zum Vergleich: 1.800 Tonnen entsprechen etwa dem Gesamtgewicht von 1.800 Klein-PKW oder 18.000 Segelbooten (Zweier-Jollen).

Aktionen für schrittweise Renaturierung der Uferzonen
Die Wiener Gewässer - MA 45 stellen interessierten Uferpächtern erstmals kostenlos gewässertypische Pflanzen wie Rohrkolben, Ufer-Seggen, Schwertlilien und Blutweiderich zur Verfügung. Mit dieser Aktion und einer zusätzlichen Beratung durch die MA 45 soll eine schrittweise Renaturierung von hart verbauten Uferzonen erreicht werden.
     
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