Grünewald für Ausweitung des Mutter-Kind-Passes bis zum Schuleintritt   

erstellt am
27  05. 10

Grüne: Spezifische Weiterbildungsangebote sollen Kompetenz der SchulärztInnen weiter verbessern
Wien (grüne) - "Bestehende Lücken in der Gesundheitsförderung und Früherkennung von Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen müssen geschlossen werden", bezieht der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, Stellung zum Vorstoß des BZÖ, einen Mutter- Kind-Jugendpass einzuführen.

"Nicht erkannte Schäden und verzögerte Diagnosen fördern chronische Erkrankungen und treiben die Gesundheitskosten in die Höhe. Eine Ausweitung des Mutter-Kind-Passes bis zum Schuleintritt ist jedenfalls zu befürworten", so Grünewald.

Zu diesem Maßnahmenpaket sollte aber auch die Aufwertung der Kindergartenpädagogik durch Hereinnahme in die Pädagogischen Hochschulen zählen, wo Früherkennung und Entwicklungsstörungen Teil des Curriculums werden müssen. "Für die Schuljahre von Kindern und Jugendlichen ist die begonnene Aufwertung von SchulärztInnen fortzusetzen. Spezifische Weiterbildungsangebote sollen die Kompetenz der SchulärztInnen weiter verbessern", empfiehlt Grünewald. Das vor Jahren initiierte Projekt 'Gesunde Schule' tümpelt vielfach nur so vor sich hin oder wurde ohnehin zu Grabe getragen. Es müsste im Rahmen des geplanten Präventionsgesetzes wiederbelebt werden. "Die Fürsorge für Kinder und Jugendliche kann sich aber nicht ausschließlich auf medizinische Routine beschränken und sollte multidisziplinär auch die psychosoziale Situation der Jugendlichen beinhalten. Sich hier mit der Wirtschafts- und Finanzkrise herauszureden und kein Geld in die Hand zu nehmen wäre kurzsichtig und fatal. Gerade zeitgerechte Investitionen vermeiden Spätfolgen und die damit verbundene Kostenlawine", schließt Grünewald.
 
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