UVP für aspern Die Seestadt Wiens abgeschlossen   

erstellt am
18. 07. 10

Wien (wien3420) - Am 18. Mai gab die Wiener Landesregierung grünes Licht für die Entwicklung des südwestlichen Teils der Seestadt: Die Umweltverträglichkeit des städte- und straßenbaulichen Projekts wurde durch ihren Beschluss bescheinigt, die positiven Bescheide zu den beiden Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) wurden ausgestellt. Mittlerweile sind auch die gesetzlich vorgesehenen Einspruchsfristen abgelaufen und die Bescheide somit rechtskräftig. Die im Frühjahr 2009 mit der Einreichung der Umweltverträglichkeitserklärungen (UVE) begonnene Prüfung der ersten Bauphase der Seestadt und ihrer potenziellen Auswirkungen auf die Umwelt ist damit abgeschlossen.

"Mit der ersten Städtebau UVP für eine Stadterweiterung in Österreich haben wir ein perfektes Qualitätssiegel für unser Projekt in Händen, das für Investoren, Anrainer und künftige Bewohner ein wichtiges Signal ist. Damit ist ein echter Meilenstein gesetzt worden. Wir können zu Recht behaupten, wir kennen nicht nur jeden Stein in der Seestadt, sondern wissen auch ganz genau, was darunter ist", so Josef Lueger, der seitens der Entwicklungsgesellschaft Wien 3420 AG das Behördenverfahren betreute. "Für Investoren und Bauherren bedeutet die UVP ein echtes Asset: Ihnen stehen nicht nur alle erdenklichen Informationen über den Standort und eine ausgezeichnete Grundlage für alle weiteren Behördenverfahren zur Verfügung, sie können aus der Umweltverträglichkeitserklärung auch bereits das zukünftige Umfeld ihres eigenen Projektes herauslesen."

UVP schafft sichere Rahmenbedingungen
Was in der Fachsprache nur knapp UVP heißt, ist eine genaue, umfassende und transparente Prüfung aller Auswirkungen eines Projektes auf den Menschen und seine Umwelt. Experten aus den Fachbereichen Verkehr, Luftschadstoffe, Bodenqualität, Grundwasser, Tiere und Pflanzen, aber auch Stadt- und Landschaftsbild etc. haben dazu den Ist-Zustand erhoben und dann bewertet, wie sich die Entwicklung der Seestadt in den jeweiligen Bereichen auswirken kann. Wo nötig, wurden Maßnahmen entwickelt, um diese Auswirkungen zu vermeiden. So sind beispielsweise zahlreiche Maßnahmen vorgesehen, um die Lärm- und Staubbelästigung für die Nachbarschaft während des Baus zu verhindern bzw. zu reduzieren. Diese reichen etwa von der Befeuchtung der Zufahrtswege über Geschwindigkeitsbeschränkungen für den Baustellenverkehr bis hin zu laufenden Schallmessungen, damit die strengen Lärmschutz-Grenzwerte immer eingehalten werden.

Die jeweiligen Fachberichte wurden gemeinsam mit der aktuellen Planungsbasis für die erste Etappe der Seestadt im Südwesten des Areals in die Städte- und Straßenbau-UVE gegossen und bei der MA 22 zur Prüfung eingereicht. In deren Auftrag wiederum beurteilten Gutachter die einzelnen Fachbereiche. Auch die Anrainer und alle Interessierten waren mehrmals eingeladen, sich bei Planausstellungen und vielen persönlichen Gesprächen zu informieren. Im Rahmen der öffentlichen Auflage, die Teil einer UVP ist, gab es darüber hinaus die Möglichkeit, Stellungnahmen zum Projekt abzugeben. "In aspern steht der Mensch im Mittelpunkt. Es ist uns sehr wichtig, in der gesamten Entwicklung der Seestadt die Bürger aktiv einzubinden und offen zu informieren. Gemeinsam mit den künftigen Seestädtern bauen wir die Stadt des 21. Jahrhunderts, wo man sich den Anspruch erfüllen kann, viele Wünsche und Vorstellungen zu verbinden, und wo ein Leben in Balance zwischen privaten und beruflichen Zielen möglich ist", so Josef Lueger.

Die Wien 3420 AG
Die Wien 3420 Aspern Development AG ist für die Entwicklung von aspern Die Seestadt Wiens zuständig. Sie betreibt das Standortmarketing, die Akquisition von Partnern und die Verwertung von Flächen. In enger Kooperation mit der Stadt Wien werden die städtebauliche Planung, die Flächenwidmung und die infrastrukturelle Erschließung vorangetrieben. Sie ist zentrale Ansprechpartnerin für potenzielle Projektwerber.
     
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