Bures: Elektromobilität "made in Austria" ist machbar   

erstellt am
27. 08. 10

Präsentation des E-Mini "Evare" durch Bures und AVL-Chef List
Alpbach (bmvit) - Der Entwicklungsprototyp des E-Mini ist ein Beispiel einer greifbaren, bereits in der Marktüberleitung befindlichen Technologie der österreichischen Schlüsselbranche schlechthin - der Automobil-Zulieferindustrie. Österreich nimmt mit seinem exzellenten Know-how und seinem Engagement am Gebiet der alternativen Antriebe eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung von neuen, intelligenten und umweltschonenden Antrieben ein.

"Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) unterstützt Forschung, Entwicklung und Produktion in diesen Bereichen und hat die Mittel dafür, wie auch schon 2009, um 50 Prozent erhöht - von 40 auf 60 Millionen Euro. Zwei Drittel davon werden in die Forschung an alternativen Antriebssystemen investiert, denn hier besteht eine klare Schwerpunktsetzung", so Innovationsministerin Doris Bures. Und das nicht umsonst, denn das bmvit ist - von der Entwicklung bis zur Umsetzung - Österreichs zentraler E-Mobilitätsansprechpartner durch seine Zuständigkeiten und die damit vorhandenen Instrumente in Forschung und Technologieentwicklung, Verkehrspolitik und Verkehrsplanung sowie Infrastrukturplanung und -finanzierung.

"Mir geht es darum, dass wir vom Bekenntnis zur grünen Mobilität zur Anwendung kommen. Wir wollen zeigen: Elektromobilität (E-Mobilität) made in Austria ist machbar", erklärt Bures. "Das System der E-Mobilität ist komplex und bedarf daher einer seriösen Diskussion und gebündelter Aktivitäten, denn jetzt werden die Weichen gestellt, ob Österreichs starke und innovative Automobil- und Zulieferindustrie mit 700 Unternehmen und 175.000 Beschäftigten mit der europäischen Entwicklung mitschwimmt oder vorne mit dabei ist", so die Ministerin.

Ein besonderes Vorzeigemodell dieser österreichischen Innovationskraft hat die Anstalt für Verbrennungskraftmaschinen List (AVL) geschaffen. AVL hat seinen Fokus auf neue Antriebssysteme und Technologien, unterschiedlicher Hybrid- und Elektroantriebe, aber auch modernster Verbrennungsmotoren gelegt, die sowohl bei den Automobilherstellern als auch bei den Konsumenten im Vordergrund stehen. Mit dem Ziel, ihre Fahrzeuge effizienter zu machen und den Kohlendioxyd- (CO2-) Ausstoß deutlich zu reduzieren.

Der AVL Pure Range Extender ist eine der jüngsten Innovationen von AVL: Mit seinem Einsatz ist es möglich, die Reichweite von Elektrofahrzeugen auszuweiten und Batteriegröße sowie -kosten zu senken. In das Projekt EVARE (Electric Vehicle and Range Extender) ist das Know-how von AVL auf dem Gebiet der Elektrofahrzeuge eingeflossen. Das Projekt EVARE, in dem die AVL den Range Extender, der im Fahrzeug eingebaut ist, entwickelt hat, wurde vom bmvit gefördert. In knapp acht Monaten ist es gelungen, ein Elektro-Fahrzeug mit dem AVL Pure Range Extender auszustatten. Dieser Prototyp auf dem neuestem Stand der Technik und die mit ihm verifizierten Entwicklungswerkzeuge und Prozesse können als Basis für die weitere Entwicklung der Hybridisierung und Elektrifizierung eines Fahrzeuges verwendet werden.
     
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