Beatrix Karl: "Frauen müssen sich mehr zutrauen!"   

erstellt am
03. 09. 10

"Frauenpower am Minoritenplatz" – Auftakt der BMWFInnen
Wien (bmwf) - Unter dem Titel "Frauenpower am Minoritenplatz" trafen sich im Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) erstmals die "BMWFInnen" (Sektionsleiterinnen, Abteilungsleiterinnen und Stabsstellenleiterinnen) zu einem Austausch. Langfristiges Ziel ist die verstärkte Vernetzung sowie die Erhöhung des Frauenanteils in der höchsten Verwaltungsebene. Wissenschafts- und Forschungsministerin Beatrix Karl appellierte an die Frauen, "typische Verhaltensmuster abzuschütteln und sich mehr zuzutrauen". Sie sei stolz auf die zahlreichen erfolgreichen und engagierten Frauen in "ihrem" Ministerium, so die Ministerin. Die jüngste Bestellung von Barbara Weitgruber solle auch Anreiz für weitere positive Signale sein, unterstrich Karl.

Miteinander ist Vieles leichter umzusetzen als alleine - damit sich starke Frauennetzwerke bilden können, wird verstärkt an folgenden Zielen gearbeitet:

  • Informationsdrehscheibe
  • gezielte Vernetzung von Frauen
  • best practice" Beispiele für Frauen in Nicht-Führungspositionen


Die Treffen der BMWFInnen finden regelmäßig alle sechs Wochen statt. Sie stärken den persönlichen Kontakt und dienen als Plattform zur gegenseitigen Unterstützung des fachlichen Austausches. Im BMWF soll weibliche Berufs- und Karriereplanung initiiert und begleitet und die Kolleginnen dabei unterstützt werden, diese umzusetzen, wie etwa durch Auslandspraktikum und Job-Rotation innerhalb des Hauses.

Im österreichischen Netzwerk der Macht der produzierenden Industrie, das jährlich von FAS.Research analysiert wird und die einflussreichsten, bestvernetzten Manager/innen Österreichs zeigt, finden sich 2009 nur drei Frauen unter den Top 100. In den Vereinigten Staaten haben es immerhin schon 18 Managerinnen unter die hundert Einflussreichsten gebracht, in Schweden sind bereits 25 Frauen zu finden.

In der öffentlichen Verwaltung beträgt der Frauenanteil in der höchsten österreichischen Verwaltungsebene 2009 21,3 Prozent (EU Vergleich: 25%). Im Wissenschaftsministerium gibt es aktuell 228 Mitarbeiterinnen und 120 Mitarbeiter, darunter zwei Sektionsleiterinnen und ein Sektionsleiter sowie sieben Abteilungsleiterinnen und 22 Abteilungsleiter.

     
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