Heimische Bauern stellen Selbstversorgung bei Milch und Fleisch großteils sicher   

erstellt am
31. 08. 10

Importbedarf bei Geflügelfleisch - Außenhandelsvolumen 2009 gesunken
Wien (bmlfuw/aiz) - Nach den Berechnungen der Statistik Austria wurden im Kalenderjahr 2009 von der heimischen Landwirtschaft 908.700 t Fleisch, 3,26 Mio. t Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch, 1,51 Mrd. Stück Eier und 3.000 t Fisch für den in- und ausländischen Markt produziert. Unter Berücksichtigung des Außenhandels mit Lebensmitteln standen den heimischen Konsumenten für die Ernährung rund 836.200 t Fleisch, 765.900 t Trinkmilch, 159.800 t Käse, 43.300 t Butter, 1,94 Mrd. Eier und 62.700 t Fisch zur Verfügung. Dies geht aus der soeben fertig gestellten Versorgungsbilanz 2009 hervor.

Der Grad der Selbstversorgung lag im vergangenen Jahr im Trinkmilchbereich (einschließlich Joghurt) bei 153%. Bei Rind- und Kalbfleisch machte dieser Anteil 142% aus, bei Schweinefleisch 106% und bei Käse (inklusive Schmelzkäse) 105%. Dem gegenüber konnte die Bedarfsdeckung aus heimischer Produktion bei Eiern (74%), bei Butter, Lamm- und Geflügelfleisch (jeweils 72%) nicht zur Gänze erfolgen. Hier wurden zur Gewährleistung der Inlandsversorgung die fehlenden Mengen zum überwiegenden Teil aus Mitgliedstaaten der EU importiert.

Agrarexporte krisenbedingt geringer
Die Produkte der heimischen Landwirtschaft erfreuten sich auch im Ausland großer Beliebtheit. So wurden im Berichtsjahr 467.400 t Fleisch, 304.000 t Trinkmilch, 149.900 t Joghurt und 95.200 t Käse exportiert.

Dennoch verringerte sich das agrarische Außenhandelsvolumen gegenüber 2008 von EUR 16,5 Mrd. auf 15,3 Mrd., wobei der Importwert von EUR 8,5 Mrd. auf 8,1 Mrd. und der Exportwert von EUR 8 Mrd. auf 7,2 Mrd. abnahm. Dies entsprach einem Anteil von 8% am gesamten österreichischen Außenhandelsvolumen (EUR 191,3 Mrd.). Die Haupthandelspartner für den Agrar- und Lebensmittelsektor waren die Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit einem Anteil von 84% bei den Einfuhren und 79% bei den Ausfuhren.

Der gesamte österreichische Außenhandel war 2009 durch die Krise geprägt: Laut Statistik Austria lag der Gesamtwert der Importe von Waren mit EUR 97,57 Mrd. um 18,4% unter dem Vorjahreswert, die Exporte verzeichneten einen Rückgang von 20,2% auf EUR 93,74 Mrd. Daraus ergab sich ein Passivum in der Handelsbilanz von EUR 3,83 Mrd.
     
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