Bures: Wissenschaftsschiff soll jungen Menschen Forschung und Innovation näherbringen   

erstellt am
09. 09. 10

"MS Wissenschaft" legt mit Ausstellung in Wien, Krems und Linz an
Wien (bmvit) - Die "MS Wissenschaft" - ein umgebautes Frachtschiff - wird erstmals auf ihrer großen Reise über 16 Wasserstraßen auch in Österreich vor Anker gehen. Österreich ist an Bord des Schiffes mit zwei Forschungsprojekten vertreten. "Mit dieser faszinierenden Initiative wollen wir jungen Menschen die Möglichkeit geben, Forschung und Innovation auf spannende Weise kennen zu lernen", so Innovationsministerin Doris Bures.

Im Bauch des Schiffes befindet sich die Ausstellung "Planet Energie" zum Mitmachen, Ausprobieren und Forschen. In der Ausstellung wird anhand von 35 Exponaten gezeigt, welchen Beitrag die Forschung leistet, um die Energieversorgung der Zukunft gleichzeitig möglichst sicher, wirtschaftlich und umweltschonend zu gestalten. An vielen Exponaten können die Besucher selbst aktiv werden: Sie können Dioden zum Leuchten bringen, Motoren starten oder beobachten, wie aus Biomasse Strom wird. Hörstationen, Experimentiertische und interaktive Ausstellungsstücke informieren u. a. über erneuerbare Energie, Biomasse, über fossile Brennstoffe, effiziente Energienutzung und neue Wege der Energiegewinnung.

Die zwei heimischen Forschungsprojekte an Bord der "MS Wissenschaft"

  • Das Exponat "Organische Solarzellen" in Zusammenarbeit mit dem Institut für organische Solarzellen (LIOS) an der Johannes Kepler Universität in Linz wird vermitteln, woraus organische Solarzellen bestehen, wie sie aussehen, was in ihrem Inneren passiert und wo sie bereits praktisch eingesetzt werden.
  • Das "Modell Güssing", an dem das Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften an der TU Wien federführend mitgewirkt hat, zeigt die Entwicklung der burgenländischen Stadt zum Energie-Vorbild. Im Rahmen eines 8-Minuten-Films wird Güssing als Beispiel einer Kleinstadt dargestellt, die seit Beginn der 1990er Jahre höchst erfolgreich die Strategie der dezentralen, lokalen Energieerzeugung mit allen vorhandenen erneuerbaren Ressourcen einer Region verfolgt.


Die "MS Wissenschaft" liegt vom 9. bis 13. September (Anlegestation Millenium Tower) in Wien, danach in Krems (14./15. September, Anlegestation Krems-Stein) sowie in Linz (17. bis 20. September, Anlegestation: Lentos-Kunstmuseum).

Der Aufenthalt der MS Wissenschaft in Österreich wird durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) in Zusammenarbeit mit dem FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) und dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) ermöglicht. Träger des Projektes ist Wissenschaft im Dialog (WiD), eine Gemeinschaftsinitiative der deutschen Wissenschaft, die Neugierde wecken und die Faszination für Forschung entfachen will - bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt an Werktagen täglich von 9 bis 19 Uhr, am Wochenende, in der Ferienzeit und an Feiertagen von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Für Schulklassen und Gruppen ist eine Anmeldung unter www.ms-wissenschaft.de (Gruppenanmeldung rechte Menüleiste) erforderlich. Die Ausstellung ist für Schüler ab der fünften Klasse geeignet.

Dialogveranstaltung für SchülerInnen zum Thema "Energieversorgung der Zukunft - Erneuerbare Energien"
Am Freitag, dem 10. September 2010 findet an Deck des Schiffes um 10.00 Uhr eine Dialogveranstaltung für SchülerInnen ab der 5. Schulstufe von BMVIT und "generation innovation" zum Thema "Energieversorgung der Zukunft - Erneuerbare Energien" statt. Hier bekommen SchülerInnen die Möglichkeit, ForscherInnen kennenzulernen, die in den verschiedensten Bereichen der erneuerbaren Energien tätig sind. Web:

     
Informationen: http://www.energiesystemederzukunft.at    
     
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