Berlakovich: Bedeutung des Pferdes für die österreichische Volkswirtschaft gestiegen   

erstellt am
27. 09. 10

Reittourismus boomt in Österreich - Tourismus- und Freizeitfaktor “Pferd” bringt 22.000 Arbeitsplätze
Wien (bmlfuw) - Eine aktuelle Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI) im Auftrag der Plattform PferdAustria belegt die große Bedeutung von Pferden als Tourismus- und Freizeitfaktor für Österreichs Volkswirtschaft. Im österreichischen Pferdezentrum in Stadl Paura eröffnete Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich das traditionelle Bundeschampionat, bei dem die besten in Österreich gezogenen Warmblutpferde live in verschiedensten sportlichen Einsatzgebieten bewundert werden konnten. Darauf tagten die Spitzenrepräsentanten der Pferdewirtschaft und des Tourismus, um über Potenziale und Chancen zum Thema Pferd zu diskutieren.

Die bei diesem ersten bundesweiten Pferdegipfel mit Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich und WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz präsentierte aktuelle IWI-Studie im Auftrag der Plattform PferdAustria belegte die enorme Bedeutung des Tourismus- und Freizeitfaktors Pferd für die Österreichische Volkswirtschaft: Gesamtwirtschaftlich hängen ein Produktionswert von 2 Mrd. Euro, eine Wertschöpfung von 1 Mrd. Euro und 22.000 Arbeitsplätze direkt und indirekt von den Tourismus- und Freizeittätigkeiten rund ums Pferd ab.

"Reiten in der Freizeit und im Urlaub boomen wie nie zuvor", betont Landwirtschaftminister Niki Berlakovich beim österreichischen Pferdegipfel.
"Die Anzahl der Pferde hat sich in den letzten 40 nahezu verdreifacht und der jährliche Umsatz rund ums Pferd liegt bei 2 Milliarden Euro. Eine weitere dynamische Entwicklung wird von den Experten aus Tourismus- und Freizeitwirtschaft erwartet", unterstreicht der Minister.

„Das Pferd gewinnt von Jahr zu Jahr an Bedeutung für die heimische Tourismuswirtschaft. Mittlerweile reiten österreichweit mehr als 6% der touristischen Besucher. In Kärnten, Oberösterreich und der Steiermark reitet sogar jeder zehnte Tourist im Urlaub“, stellt Dr. Herwig W. Schneider, IWI-Leiter und Autor der Studie „Tourismus- und Freizeitfaktor Pferd”, bei der Präsentation der Vorabergebnisse fest. Die Urlauber verweilen dabei ebenso in Reitsporthotels der Vier- bis Fünfsternkategorie wie auf Bauernhöfen. Sie kommen zumeist im gesamten Familienverbund und verweilen überdurchschnittlich lange in Österreich.

Reiten wird als absoluter Erholungsfaktor anerkannt. Dies zeigt sich ebenso in der heimischen Freizeitwirtschaft. Auch hier gibt es einen positiven Trend. Das Pferd wird nicht mehr als Last- und Zugtier gesehen, sondern als hochwertiger Partner der Freizeitgestaltung. Der Beitrag zur heimischen Volkswirtschaft ist aufgrund der steigenden Anzahl von Vielreitern ebenso wie gelegentlichen Reitern sogar noch höher einzustufen, als jener des Tourismusfaktors Pferd. Freizeitreiten in Niederösterreich, in Oberösterreich und der Steiermark ist bis dato am stärksten entwickelt.

Gesamtwirtschaftlich betrachtet bringen Pferde dem Wirtschaftsstandort Österreich heutigen Wohlstand und zukünftige Perspektiven. Der Tourismus- und Freizeitfaktor Pferd generiert eine gesamtwirtschaftliche Produktion in Höhe von 2 Milliarden Euro. An Wertschöpfung lässt sich 1 Milliarde Euro direkt und indirekt auf Pferde zurück­führen. „Und für die Beschäftigung bedeutet dies, dass fünf Pferde einen neuen Arbeits­platz schaffen. 22.000 Arbeitsplätze hängen in Summe direkt und indirekt vom Tourismus- und Freizeitfaktor Pferd ab – die zahlreichen ehrenamtlichen Aktivitäten gar nicht mit eingerechnet“, so Schneider abschließend.

„Wir im Tourismus haben das Know-how für Organisation, das dem Pferdefreund ermöglicht, sich auf das Erlebnis Pferd zu konzentrieren. Umgekehrt ist das Pferd vielfach zur Motivation geworden unser Angebot zu nutzen – zum Zugpferd also, das zeigt der Trend zum Reiten für touristische Besucher mit einem Anstieg von 3,5 % im Jahr 2004 auf nun mehr 6 % “, meint WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz. „Zahlreiche Branchen profitieren von dieser erfreulichen, dynamischen Entwicklung“

Da Österreich eine sehr konzentrierte Interessenspolitik für das Pferd betreibt, bestes Beispiel ist ja die Plattform PferdAustria mir ihrer Informationsoffensive in Österreich und im Ausland, verschaffen wir uns einen nicht unwesentlichen Vorteil gegenüber den Nachbarländern. Wenn wir die Zusammenarbeit mit den Tourismusorganisationen weiter ausbauen galoppieren wir den touristischen Mitbewerben davon“, betonte Martha Schultz abschließend.
     
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