Lohngefälle zwischen Mann und Frau: Studie vorgestellt   

erstellt am
23. 09. 10

Bozen (lpa) - Warum gibt esein Lohngefälle zwischen Frauen und Männern? Welche sind die Ursachen und mit welchen Maßnahmen kann man dem Gefälle entgegenwirken? Diesen Fragen ist man am Abend des 22.09. in Bozen nachgegangen. Von den Landesräten Christian Tommasini und Roberto Bizzo gab’s die Zusage, dass man alles unternehmen werde, um das Lohngefälle zu beseitigen.

Haben die Forschungsarbeit zum Lohngefälle heute vorgestellt: LR Bizzo mit den Autorinnen und Projektpartnern (Foto: LPA/Pertl)Haben die Forschungsarbeit zum Lohngefälle heute vorgestellt: LR Bizzo mit den Autorinnen und Projektpartnern (Foto: LPA/Pertl)

Die Landesabteilung italienische Berufsbildung, die Uni Trient, das Arbeitsförderungsinstitut (AFI) und das Netzwerk Frauen-Arbeit sind gemeinsam dem "Gender Pay Gap" auf den Grund gegangen. Heute ist das gleichnamige Projekt, das auch aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) mitfinanziert worden ist, mit der Vorstellung der Ergebnisse im Bozner Kolpinghaus abgeschlossen worden.

Geleistet wurde zunächst jede Menge Grundlagenarbeit. So wurde heute ein Handbuch vorgestellt, aus dem hervorgeht, wie das Lohngefälle zwischen den Geschlechtern überhaupt gemessen und interpretiert werden kann. Die Situation in Südtirol wurde dagegen im Abschlussbericht zum "Gender Pay Gap"-Projekt beleuchtet, der nun unter dem Titel "Jenseits des Gender Pay Gaps: Eine Untersuchung zur Be- bzw. Abwertung weiblicher Erwerbstätigkeit in Südtirol" vorliegt.

"Dieser Bericht liefert die Daten, die notwendig sind, um das Phänomen des Gender Pay Gap in Südtirol und dessen Ursachen zu verstehen, aber auch Vorschläge, wie man dem Lohngefälle beikommen könne", betont Landesrat Tommasini. Zudem seien darin auch Schritte aufgezeigt, wie man den Ursachen zu Leibe rücken könne, die direkte und indirekte Diskriminierungen ermöglichten, so der Landesrat.

Tommasinis Kollege Roberto Bizzo, in der Landesregierung unter anderem zuständig für die Arbeit und die Chancengleichheit, betonte heute, dass die Gleichstellung der Geschlechter ein Grundrecht sei. "Dieses Grundrecht zu garantieren, die Ungleichheiten in der Behandlung von Männern und Frauen zu beseitigen und die Arbeitsbedingungen der Frauen zu verbessern, sind die Ziele unserer Bemühungen", so Bizzo.
     
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