Südtirol trifft Bulgarien: LH Durnwalder empfängt Generalkonsul   

erstellt am
29. 09. 10

Bozen (lpa) - Zu einem Austausch über die wirtschaftliche Zusammenarbeit, aber auch über Minderheitenfragen haben sich am 28.09. Landeshauptmann Luis Durnwalder und der bulgarische Generalkonsul in Mailand, Garbis Agopian, in Bozen getroffen.

Der Landeshauptmann hat dem bulgarischen Generalkonsul zunächst den Werdegang der Südtiroler Autonomie skizziert und ihm die grundlegenden Säulen des friedlichen Zusammenlebens erläutert: vom ethnischen Proporz über die Zweisprachigkeits-Regelung bis hin zum muttersprachlichen Schulsystem. "Dies sind Themen, die für Bulgarien von besonderem Interesse sind, stellt die türkische Minderheit im Land doch einen Bevölkerungsanteil von rund zehn Prozent", so Durnwalder nach dem Treffen mit Agopian im Palais Widmann.

Selbstverständlich kam auch der wirtschaftliche Austausch zwischen Südtirol und Bulgarien zur Sprache. "Derzeit exportieren wir Güter im Wert von rund 15 Millionen Euro jährlich nach Bulgarien, wir sind also erst am Anfang und können hier noch einiges an Potential ausschöpfen", so der Landeshauptmann. Während Durnwalder dem bulgarischen Generalkonsul ein Bild von Südtirols Wirtschaft gezeichnet hat, äußerte Agopian sein Interesse, sein Heimatland auch in Zusammenarbeit mit der Handelskammer in Südtirol vorzustellen.

Und auch die EU-Politik stand auf dem Programm des heutigen Treffens. "Bulgarien ist als neues EU-Mitglied natürlich überaus interessiert daran, unsere Arbeit mit den EU-Programmen und unser Lobbying auf Brüsseler Ebene kennenzulernen, um von unseren Erfahrungen profitieren zu können", so der Landeshauptmann nach dem Treffen, bei dem es schließlich auch um die Situation der Bulgaren auf Südtirols Arbeitsmarkt ging: derzeit sind rund 200 Bulgaren im Land beschäftigt.
     
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