film:riss im Jubiläumsjahr   

erstellt am
28. 10. 10

Salzburg (filmriss) - Vom 8. bis 13. November wird in Salzburg zum zehnten Mal der Studentenfilm gefeiert, mit den besten Studentenfilmen Österreichs, einem Jubiläumsprogramm, einem Sonderprogramm zur Protestbewegung unibrennt/unsereuni, Drehbuch- und Filmproduktionsworkshops und einem internationalen Gast: Drehbuchautor Peter Morgan.

film:riss begann 2001 als kleine Werkschau der Salzburger Ausbildungsstätten, wurde 2005 zum nationalen Filmfestival ausgeweitet und entwickelte sich seither zur wohl wichtigsten Präsentationsplattform für das junge heimische Filmschaffen in seiner ganzen Breite: ob experimentell, dokumentarisch oder fiktional, ob kurz oder lang. Vom 8. bis 13. November 2010 werden im Das Kino (Eröffnung), auf der Universität Salzburg (Wettbewerbsprogramme) und im Jazzit (Präsentation der Siegerfilme) rund 60 Filme zu sehen sein, die das studentische Filmschaffen des Landes repräsentieren.

Eröffnung mit #unibrennt
Eröffnet wir das Festival am 8. November mit dem neuen Dokumentarfilm über die Protestbewegung vom vergangenen Herbst: #unibrennt – Bildungsprotest 2.0 (2010, 90 min). Der Film wurde von der AG Doku des Audimax in Wien und der coop99 Filmproduktion aus über 900 Stunden gesammelten Material zu einem eindringlichen Portrait der Bewegung zusammengestellt. Der Film wird beim film:riss-Festival als Salzburg-Premiere zu sehen sein. Die Bildungsproteste sind auch Thema im Sonderprogramm #unibrennt – ein Jahr danach. Am Donnerstag, 11. November sind fünf weitere Arbeiten von Studierenden zur Protestbewegung zu sehen, mit anschließender Diskussion über die Bewegung und ihrer Filme.

Preise im Wert von über 7000 Euro
Zwischen 9. und 12. November finden auf der Universität Salzburg die Wettbewerbsprogramme sowie die Workshops und Sonderprogramme statt. 33 Filme sind in den Wettbewerbs- und Panoramaschienen der Kategorien Doku, Fiktion und Kunstfilm zu sehen. Die besten Studentenfilme erhalten die mit 1000 Euro dotierten Bundesländerpreise, gestiftet von den Kulturabteilungen Burgenland, Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Vorarlberg und Wien. Insgesamt werden beim Festival Preise im Wert von über 7000 Euro vergeben, darunter der Förderpreis „Arbeitswelten“ der Arbeiterkammer Salzburg und der Hubert-Sielecki-Preis für den besten Animationsfilm. Für das beste Drehbuch, das für den Workshop der Drehbuchwerkstatt Salzburg eingereicht wurde, sind 1000 Euro ausgeschrieben. Für diesen spec_script Award wurden in diesem Jahr 214 Stoffe eingereicht. Weitere Programmpunkte sind ein Workshop zur Filmfinanzierung/-produktion sowie das Jubiläumsprogramm film:riss x 10, in dem zehn Menschen, die eng mit dem Festival verbunden sind, ihren Lieblingsfilm aus zehn Jahren Festivalzeit präsentieren.

Zu Gast: Peter Morgan
Zum 10-Jahres-Jubiläum wird der bislang prominenteste Festivalgast erwartet: Peter Morgan, derzeit einer der profiliertesten Drehbuchautoren des westlichen Kinos. Der gebürtige Londoner schrieb die Drehbücher zu The Queen (2006), Frost/Nixon (2008) oder dem neuen Film von Clint Eastwood, Hereafter (2010). Für seine Drehbücher erhielt er viele Auszeichnungen, u.a. Oscar-Nominierungen und einen Golden Globe. Peter Morgan wird am Freitag, 12. November beim Workshop der Drehbuchwerkstatt zu Gast sein und am Freitagabend um 18.30 Uhr auf der Universität für ein Gespräch zur Verfügung stehen.

film:riss zum letzten Mal
film:riss wird 10 Jahre alt – und findet damit auch seinen Schlusspunkt. Das Festival hat in den Rahmenbedingungen, in denen es stattfindet, die entsprechende Umsetzung, aber auch seine Grenzen gefunden. Die Veranstalter haben deshalb entschieden, nach zehn Jahren film:riss das Festival in dieser Form nicht weiterzuführen. Geplant ist eine neue Initiative, die das Junge Kino aus Österreich fokussiert. „Wir werden nach dem Festival bekannt geben, in welche Richtung sich film:riss bewegen wird“, meinen die Festivalveranstalter Dominik Tschütscher und Katja Jäger. „Zuerst aber wollen wir 10 Jahre film:riss feiern und freuen uns schon sehr auf das Festival.“
     
Informationen: http://www.filmriss.at    
     
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