Mitterlehner: "Investitionen in kulturelles Erbe sind gut angelegt"    

erstellt am
10. 11. 10

Umfangreich sanierter Rohbau des "20er Hauses" (Museum des 20. Jahrhunderts) in Wien an Belvedere übergeben - Wirtschaftsministerium investierte 11,3 Millionen Euro
Wien (bmwfj) - Die erste Phase der umfassenden Sanierung und Erweiterung des "20er Hauses" im Schweizergarten ist abgeschlossen. Der umgebaute und erweiterte Rohbau des Museums des 20. Jahrhunderts wurde heute von der Burghauptmannschaft Österreich an Belvedere-Direktorin Agnes Husslein-Arco übergeben. Von den bisherigen Baukosten in der Höhe von 15 Millionen Euro hat allein das Wirtschaftsministerium 11,3 Millionen Euro übernommen. "Investitionen in unser kulturelles Erbe sind gut angelegt, es zählt zu den größten Schätzen Österreichs", betont Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner. "Museen wie das 20er Haus fördern nicht nur die Kunst, sondern eröffnen uns auch im Tourismus neue Chancen. Immer mehr österreichische und ausländische Gäste interessieren sich für einen Kultururlaub", so Mitterlehner.

In der ersten Bauphase hat die Burghauptmannschaft die unterirdisch gelegene Nutzfläche von 1.100 Quadratmetern auf 5.000 Quadratmeter erweitert. Weiters wurden die Dach- und Fassadenflächen, die Stahltragwerkskonstruktion sowie die Ver- und Entsorgungseinrichtungen saniert. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der thermischen Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes - unter anderem durch hochwertige Vier-Scheiben-Isolierverglasungen. Darüber hinaus wurden - der aktuellen Bauordnung entsprechend - auch zwei Flucht-Stiegenhäuser eingebaut.

Das Belvedere wird nun bis Ende 2011 in einer zweiten Bauphase die Generalsanierung mit dem Innenausbau samt Installation der Haustechnik fortsetzen. Danach wird das Museum des 20. Jahrhunderts den Nachlass des Künstlers Fritz Wotruba sowie die Artothek des Bundes beherbergen. Deren Gesamtbestand umfasst derzeit rund 34.000 Werke aus allen Bereichen der bildenden Kunst.

Das "20er Haus" hat eine abwechslungsreiche Geschichte hinter sich: Der von Karl Schwanzer für die Weltausstellung in Brüssel 1958 entworfene Pavillon wurde nach seiner Wiederaufstellung in Wien zum Museum des 20. Jahrhunderts - das damals erste Museum Moderner Kunst in Wien. Seit 2002 gehört der Bau zum Belvedere. Im Jahr 2008 wurde mit den aktuellen Umbauarbeiten unter der architektonischen Leitung von Adolf Krischanitz - einem Schüler Schwanzers - begonnen.
     
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