Neue Studie zu NÖ Technopolen vorgestellt   

erstellt am
10. 11. 10

Bohuslav, Schneeberger: Wichtige Motoren für neue Arbeitsplätze
St. Pölten (nlk) - Im Rahmen der Jahrestagung der Wirtschaftsagentur ecoplus am Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) stellten Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, ecoplus Aufsichtsratsvorsitzendender VP-Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger und Dr. Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung Österreich, am 10.11. die neue Studie "Umwegrentabilität von Technopolen in Niederösterreich" des Economica Instituts für Wirtschaftsforschung vor.

"Niederösterreich ist die Entwicklung vom Agrarland zu einem Hochtechnologie-Standort sehr gut gelungen. Die wichtigsten Leuchtturmprojekte der vergangenen Jahre sind das IST Austria in Klosterneuburg, das Med-Austron in Wiener Neustadt, die Donau-Universität in Krems und das Technopolprogramm mit den Technopolen in Krems, Tulln und Wiener Neustadt. Unter dem Motto 'Im Auftrag der Zukunft, im Dienste der Menschen' wurde Niederösterreich zu einem attraktiven Technologie- und Wirtschaftsstandort gemacht und klare Profile für die Technopole erarbeitet", betonte Bohuslav. In Tulln gebe es den Bereich Agrar- und Umweltbiotechnologie, in Krems Biotechnologie und regenerative Medizin und in Wiener Neustadt Tribologie, Verfahrens- und Prozesstechnologie, Medizintechnik sowie Oberflächentechnologien. Ein Technopolstandort zeichne sich dadurch aus, dass Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung eng zusammenarbeiten", so Bohuslav. Bisher wurden vom Land rund 300 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert, für die Zukunft sind Vorhaben in der Höhe von 400 Millionen Euro geplant, führte die Landesrätin weiter aus.

Mit der Langen Nacht der Forschung am Freitag, 5. November, sei es an den drei Technopolen gelungen, den NiederösterreicherInnen diese wissenschaftlichen Tätigkeiten und die Technologieoffensive der Landes näher zu bringen. Dabei wurde den Besuchern, darunter viele Jugendliche, Forschung, Wissenschaft und Technologien auf einfache Weise erklärt, so die Landesrätin abschließend.

Die Wirtschaftsagentur ecoplus habe mit ihrer Aufgabenstellung im Bereich des Clusteraufbaus, der Standortentwicklung und der Regionalförderung immer das Ziel verfolgt, hoch qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen und wichtiges Know-how in Niederösterreich zu bündeln, meinte Schneeberger. Seit dem Start des Technopolprogramms im Jahr 2004 wurden über 90 Projekte mit einem Investitionsvolumen von über 120 Millionen Euro umgesetzt, über 800 Forscherinnen und Forscher arbeiten an den drei Technopolen und im Technologiezentrum Wieselburg Land. Weiters wurden 31 Unternehmen gegründet oder angesiedelt und über 300 Arbeitsplätze im Hochtechnologiebereich auf 18.000 Quadratmeter Büro- und Laborfläche an den Technologiezentren geschaffen, führte Schneeberger weiter aus.

Die Ergebnisse der Studie würden den Technopolstandorten Krems, Tulln und Wiener Neustadt einen Bruttowertschöpfungseffekt in der Höhe von 191 Millionen Euro bescheinigen, betonte Helmenstein. Der direkte Beschäftigungseffekt in den Technopolen belaufe sich auf insgesamt 1.386 Personen, inklusive der Zulieferungsbetriebe liege der Beschäftigungseffekt sogar bei 2.200 Beschäftigten, sagte Helmenstein.
     
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