Stadtrat Schicker übergibt Stiftungspreise   

erstellt am
09. 11. 10

Auszeichnungen für Stadtplanung, Architektur und Ingenieurwesen
Wien (rk) - Stadtrat DI Rudi Schicker und Vertreter der TU Wien, der Länderkammer Wien, Niederösterreich und Burgenland und der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten überreichten am 08.11. den Rudolf-Wurzer-Preis für Raumplanung, den Wiener Ingenieurpreis und das Roland-Rainer-Forschungsstipendium.

"Mit diesen Preisen fördert die Stadt herausragende wissenschaftliche und technische Leistungen in den Bereichen Raumplanung und Raumordnung sowie Baukunst und rückt sie ins Blickfeld. Mit dem Roland-Rainer-Stipendium wird v.a. die Forschung auf dem Gebiet des Städtebaus und der Architektur unterstützt", unterstreicht Planungs- und Verkehrsstadtrat DI Rudi Schicker. "Darüber hinaus konnte mit der seitens der Stadt initiierten Stiftungsgastprofessur Stadtkultur und öffentlicher Raum sowie der Roland-Rainer-Stiftungsgastprofessur auch die Lehre intensiviert werden", ergänzt Schicker

TU-Rektor Univ.Prof. DI Dr. Peter Skalicky würdigte Rudolf Wurzer als Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Politik: "Er war nicht nur eine prägende Persönlichkeit für diese Hochschule, sondern auch erster Planungsstadtrat und hat damit auch diese Stadt geprägt." Außerdem verwies Skalicky darauf, dass Preise, wie die drei vergebenen, eine wichtige Anerkennung für wissenschaftliche Arbeit und somit eine ganz besonders erfreuliche Rückkoppelung von Theorie und Praxis darstellen.

Mag.arch. Walter Stelzhammer, Präsident der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Wien, NÖ und B betonte: "Die Aufgaben unserer Zeit fordern Teams aus bestens ausgebildeten Fachleuten, die perfekt zusammenarbeiten und gemeinsam Großes zu leisten imstande sind - vernetzte Problemlöser, die mit hohem Verantwortungsbewusstsein und gesellschaftlichem Engagement ihre Arbeit machen. Ingenieure sind somit für die Gemeinschaft tätig und schaffen reale Werte, ihre Leistungen tragen zum Wachstum der Wirtschaft bei. Alle für den Wiener Ingenieurpreis Nominierten haben kreative Lösungen für spezielle technische Problemstellungen hervorgebracht."

Rudolf Wurzer Preis für Raumplanung
Die Stadt Wien und die Technische Universität Wien stiften den Rudolf-Wurzer-Preis in Erinnerung daran, dass Rudolf Wurzer vor 40 Jahren die Gründung der Studienrichtung Raumplanung und als Planungsstadtrat ab 1980 den ersten Wiener Stadtentwicklungsplan veranlasst hat. Der Wurzer-Preis wurde erstmals im Jahre 2001 an AbsolventInnen der einschlägigen Studienrichtungen österreichischer Universitäten für herausragende wissenschaftliche Leistungen und Konzepte im Bereich Stadtentwicklung und Raumplanung vergeben - seit 2002 im 2-Jahres-Rhytmus.

Aus den 18 BewerberInnen wurden DI Dr. Beatrix Haselberger und DI Dr. Norbert Trolf für den mit je EUR 4.000 dotierten Rudolf-Wurzer-Preis nomiert. Außerdem wurde die Diplomarbeit von Dipl.-Ing. Daniel Glaser und die Fachpublikation von den Architekten DI Heidi Pretterhofer und DI Dieter Spath bei der Preisverleihung mit je EUR 1.000 gewürdigt.

Wiener Ingenieurpreis
Der Wiener Ingenieurpreis wurde von der Stadt Wien (MA 29) gemeinsam mit der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Wien, Niederösterreich und Burgenland ins Leben gerufen. Mit dem Preis wird ein wichtiges und innovatives Werk, ein Projekt oder ein Lebenswerk ausgezeichnet, das einen weitreichenden Impuls für die Gesellschaft bewirkt hat.

Die Jury nominierte 5 Ingenieure bzw. Ingenieurteams aus unterschiedlichen technischen Bereichen. Ausgezeichnet wurde letztendlich DI Dr. Richard Woschitz, der als Tragwerksplaner auf Leichtbaukonstruktionen - insbesondere aus Holz - spezialisiert ist. Mit einer aktiven Anwendungsforschung für innovative Produkte werden leichte und ansprechende Konstruktionen geschaffen. Zu den bekanntesten Leistungen von Woschitz für den modernen Holzbau in Wien zählen die Wohnhausanlagen Podhagskygasse und Kellerberggasse sowie der Aussichtsturm bahnorama in der Favoritenstraße. Der Preis ist mit EUR 10.000 dotiert.

Roland-Rainer-Forschungsstipendium
Anlässlich des 90. Geburtstages von Roland Rainer im Jahr 2000 haben die Stadt Wien und die Bundeskammer den nach dem Wiener Architekten, Stadtplaner und Hochschullehrer Dr. Roland Rainer benannten Preis gestiftet. Das Stipendium wird im Zwei-Jahres-Rhythmus an Personen vergeben, die einen überzeugenden Beitrag zur Weiterentwicklung der Gedanken Roland Rainers und damit zum Wohnungs- und Siedlungswesen in Europa leisten.

2010 waren ArchitektInnen aus ganz Europa aufgerufen, Konzepte zu zukunftsfähigem Wohnbau in der "Wiener Block"-Typologie einzureichen. Die Auslober wollen damit zu einer neuen Strategie der Stadterneuerung beitragen. Unter 29 Einreichungen für das mit EUR 10.000 dotierte Stipendium wurde der DI Daniel Glaser ausgewählt. Er lieferte den schlüssigsten Forschungsansatz, der nun binnen eines halben Jahres auszuarbeiten ist.
     
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