Österreichischer Museumspreis 2009 geht an das Alpenverein-Museum, Innsbruck   

erstellt am
29. 11. 10

Innsbruck (alpenverein) - Der Österreichische Museumspreis gehört zu den höchsten und wichtigsten Auszeichnungen in der österreichischen Museumslandschaft und wird seit 1988 verliehen. Das Alpenverein-Museum Innsbruck kann diese Auszeichnung am Freitag, 26. November 2010 in Empfang nehmen. Das Museum, das 1911 in München gegründet wurde, zeigt einen Teil seiner Bestände seit 2007 in einer vielbeachteten Sonderausstellung in der Hofburg Innsbruck und arbeitet parallel an einem Konzept zur Weiterentwicklung des Museums.

Mit der Verleihung des Österreichischen Museumspreises kann sich das Alpenverein-Museum in Innsbruck in eine Reihe renommierter, mit diesem Preis ausgezeichneter Museen wie dem Salzburg Museum (2007), dem Museum des Stiftes Admont (2005) oder dem Niederösterreichischen Landesmuseum (2003) einordnen.

"Das Alpenverein-Museum Innsbruck stellt die Beziehung des Menschen zum alpinen Raum in ihren wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und philosophischen Zusammenhängen alle Sinne ansprechend eindrucksvoll dar. Durch ein attraktives Präsentationskonzept wird das Thema in seinen vielfältigen Facetten für die Besucherinnen und Besucher erlebbar. Auch Archiv und Depot des Museums sind in vorbildlicher Weise geführt. Mit der Verleihung des Österreichischen Museumspreises 2009 wird dem Alpenverein-Museum höchste Anerkennung seitens der Republik Österreich zuteil. Der Preis ist Ausdruck der Wertschätzung und öffentlichen Wahrnehmung des Alpenverein-Museums", so Kulturministerin Dr. Claudia Schmied.

Die Jury berücksichtigte bei der Bewertung der Museen vor allem folgende Aspekte:

  • Die Originalität der dem Museum zugrunde liegenden Idee (Leitbild, Sammelkonzept)
  • Den Erhaltungszustand der Sammlungsbestände
  • Die ausstellungstechnische Umsetzung und Gesamtatmosphäre
  • Die Intensität, Kreativität und den Einfallsreichtum der gesamten Vermittlungsarbeit
  • Die Umsetzung eines adäquaten sammlungsbezogenen Sicherheitskonzeptes (safety und security)
  • Die wissenschaftliche Aufarbeitung
  • Die Verhältnismäßigkeit der aufgewendeten Mittel ~


"Der Österreichische Alpenverein freut sich über die hohe Auszeichnung des Alpenvein-Museums in Innsbruck. Der Preis ist für uns nicht nur Zeichen großer Wertschätzung, sondern auch Motivation das Museum weiter zu entwickeln und bestärkt uns, das Museum in der Tradition der Kulturarbeit des Alpenvereins als wesentlichen Bereich zu pflegen. Der Erfolg des Museums hängt ganz wesentlich mit einer neuen und innovativen Ausstellungspraxis zusammen, die mit ExpertInnen erarbeitet wurde. Ich bedanke mich beim gesamten Museumsteam, den ehrenamtlichen HelferInnen, den Alpenvereins-Gremien, unseren Förderern, Subventionsgebern und Sponsoren sowie unseren Kooperationspartnern für Ihre Arbeit und die Unterstützung." so Dr. Oskar Wörz, Vizepräsident des Österreichischen Alpenvereins.

Das Alpenverein-Museum, das im kommenden Jahr sein hundertjähriges Bestehen feiert, wurde 1911 in München gegründet und hat eine lange Tradition. Wesentliche Bestände wurden 1944 nach Tirol ausgelagert. Erst in den 1970er Jahren gab es eine erste Neuaufstellung. Das Alpenverein-Museum hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stets weiterentwickelt, an einer zeitgemäßen Praxis des Ausstellens und einer wissenschaftlich fundierten Aufarbeitung der eigenen Bestände gearbeitet. In den letzten Jahren wurden große Teile der Sammlungen des Österreichischen Alpenvereins inventarisiert und werden schrittweise über das Internetportal des Historischen Alpenarchives (www.alpenarchiv.at) der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Darüber hinaus wurde ein neues Depot eingerichtet, das höchsten konservatorischen Anforderungen gerecht wird.

Seit Ende 2007 zeigt das Museum die für die Dauer von fünf Jahren konzipierte Ausstellung "Berge, eine unverständliche Leidenschaft" in der Hofburg Innsbruck. Die Ausstellung, deren Exponate größtenteils aus der Sammlung des Alpenverein-Museums stammen, zeigt auf über 700 m2 Ausstellungsfläche kultur- wie kunsthistorische Reflexionen zu alpiner Kultur, der Geschichte des Bergsteigens und der Beziehung des Menschen zu Natur und veranschaulicht leibliche, mentale und emotionale Dimensionen des Berggehens und Bergsteigens. Sie wurde seit der Eröffnung von insgesamt über 150.000 BesucherInnen gesehen.

Die Auszeichnung mit dem Österreichischen Museumspreis 2009 für das Alpenverein-Museum folgt dem Tiroler Museumspreis 2009 und einer Nominierung für den European Museum of the Year Award (EMYA) 2010.

     
Informationen: http://www.alpenverein.at    
     
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