Fekter: Österreich hilft nach Choleraausbruch in Haiti   

erstellt am
24. 11. 10

Wien (bmi) - "Aufgrund des Hilfeersuchens der haitianischen Regierung, welches die Europäische Kommission am 5. November 2010 an die Mitgliedstaaten übermittelte, habe ich als verantwortliche Ministerin für die internationale Katastrophenhilfe sofort reagiert", sagte Innenministerin Maria Fekter.

"Wir haben zwei österreichische EU - Experten mit entsprechender Ausbildung für die Koordination internationaler Hilfseinsätze angeboten. Darüber hinaus hat Österreich über den EU-Katastrophenhilfemechanimus am 19. November 2010, mit Logistikunterstützung des Österreichischen Roten Kreuzes, insgesamt eine Million Wasseraufbereitungstabletten angeboten, die die Entkeimung beziehungsweise Aufbereitung von bis zu 10 Millionen Litern Wasser ermöglichen."

Nach dem Auftreffen des Wirbelsturmes "Tomas" auf Haiti im November 2010 kam es bedingt durch schwere Regenfälle und Überschwemmungen in weiterer Folge zum Ausbruch einer Choleraepidemie, die weite Teile des Landes erfasst und bisher mehr als 1.200 Todesopfer gefordert hat. Gemäß den aktuell verfügaren Berichten sind mittlerweile sechs von zehn Bezirken des Landes von Infektionsfällen betroffen.

Mehr als 19.000 Personen mussten stationär in Krankenhäusern aufgenommen werden, insgesamt sind mehr als 49.000 Personen von der Epidemie betroffen.

"Mit den Hilfsgütern leistet Österreich einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung in Haiti", betonte die Innenministerin. "Die Wasseraufbereitungstabletten werden in den nächsten Tagen nach Haiti geflogen und dort an Vertreter der nationalen Zivilschutzbehörden und der Europäischen Kommission übergeben."
     
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