Dreikönigsaktion startet bei Kardinal Schönborn   

erstellt am
27. 12. 10

Mädchen und Buben aus Guntramsdorf werden stellvertretend für 85.000 „Sternsinger“ gesegnet und ausgesandt
Wien (pew) - In den nächsten Tagen werden in ganz Österreich 85.000 Mädchen und Buben als „Sternsinger“ von Haus zu Haus ziehen, um die „gute Nachricht“ von der Geburt Jesu zu verkünden und Hilfe für Menschen in den ärmsten Ländern zu erbitten. Auftakt der Aktion der Katholischen Jungschar ist 27.12. der Besuch einer Sternsingergruppe aus der Pfarre Guntramsdorf bei Kardinal Christoph Schönborn im Erzbischöflichen Palais. Begleitet wird die Gruppe von Christina Schneider, einer der Bundesvorsitzenden der Katholischen Jungschar. Der 27. Dezember ist für den Wiener Erzbischof ein besonderer Tag: Genau vor 40 Jahren – am 27. Dezember 1970 – wurde er von Kardinal Franz König in Wien zum Priester geweiht. Die Kinder aus Guntramsdorf überreichen Kardinal Schönborn drei Geschenke: Eine Krippe aus Tanzania, das neue Buch „Rot wie Blut die Blumen“ von Bischof Erwin Kräutler, der seit Jahren eng mit der Dreikönigsaktion verbunden ist, und Honig aus Guatemala, dem aktuellen Schwerpunktland der Dreikönigsaktion. Der Wiener Erzbischof wird die Kinder aus Guntramsdorf stellvertretend für alle „Sternsinger“ segnen und aussenden.

In den nächsten zwei Wochen erheben die 85.000 Mädchen und Buben als „Sternsinger“ ihre Stimme gegen das Unrecht der weltweiten Armut, so die Katholische Jungschar. Mit dem Geld, das sie sammeln, knüpfen engagierte Menschen in Entwicklungsländern ein Netzwerk der Veränderung: Für landlose Kleinbauern in Guatemala, Straßenkinder in Indien, im Kampf um Gerechtigkeit auf den Philippinen. Jedes der an die 500 Projekte der Dreikönigsaktion in Afrika, Asien und Lateinamerika ist ein Baustein für eine gerechtere Welt: „Die Heiligen Drei Könige folgen dem Stern, der eine Vision symbolisiert: Eine Welt ohne Hunger und Ausbeutung, eine Welt, auf der man überall menschenwürdig lebt“.

Eines der 20 Länder, in dem Spenden der Dreikönigsaktion zum Einsatz kommen, ist Guatemala. Die notwendigen Voraussetzungen für positive Entwicklung sind Bildung - Lesen, Schreiben, Rechnen - und der Erwerb von relevantem Wissen über Landwirtschaft, Gesundheit, Ernährung und politischen Rechte, wird in einer Erklärung der Dreikönigsaktion betont. Im Hinblick auf Guatemala heiße das konkret: Nahrungsmittel sichern durch nachhaltige Landwirtschaft und gemeinsame Viehzucht, Gesundheit fördern mit sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung, Wiederaufforstung und Absicherung der Wasserquellen, Sicherung der Landrechte der Kleinbauern.

Bundespräsident Heinz Fischer wird die „Sternsinger“ am 30. Dezember um 12 Uhr in der Präsidentschaftskanzlei empfangen. Am 28. Dezember (um 15 Uhr) werden die „Heiligen Drei Könige“ Bundeskanzler Werner Faymann im Bundeskanzleramt am Ballhausplatz besuchen, am 10. Jänner sind sie um 16.30 Uhr bei Vizekanzler Josef Pröll in der VP-Zentrale in der Lichtenfelsgasse 7 zu Gast. Das Treffen mit Außenminister Michael Spinedelegger ist für 31. Dezember um 10 Uhr im Außenministerium am Minoritenplatz vorgesehen.

Die Dreikönigsaktion ist eine Aktion der Katholischen Jungschar; diese Aktion wird in rund 3.000 Pfarrgemeinden in ganz Österreich durchgeführt. Die 85.000 Kinder werden von 30.000 Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei ihrem Einsatz begleitet. Bei der letzten Dreikönigsaktion haben die „Sternsinger“ 14,5 Millionen Euro ersungen. Die Erzdiözese Wien lag 2010 mit 2,1 Millionen Euro an dritter Stelle (hinter Linz und Graz); bei der Steigerung des Spendenaufkommens war die Erzdiözese Wien (hinter Innsbruck) an zweiter Stelle.
     
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