20 Jahre ATX mit Top Performance    

erstellt am
03. 01. 11

Aber nur wenige Österreicher investieren in österreichische Aktien
Wien (börse) - Seit zwanzig Jahren berechnet die Wiener Börse den Austrian Traded Index (ATX), den Index der 20 liquidesten Aktien der Wiener Börse. Der ATX hat sich bisher sehr gut entwickelt: Wer am 1. Jänner 1991 1.000 Euro in den ATX investiert hat, kann sich per 31. Dezember 2010 über ein Vermögen von 2.904,47 Euro freuen. Damit zeigt sich eindeutig, dass – langfristig betrachtet – die Aktie ein sehr attraktives Anlageinstrument darstellt. Trotzdem nützen nur wenige Österreicherinnen und Österreicher, rund 6 % der Bevölkerung, Aktien zur langfristigen Vorsorge.

Am 2. Jänner 1991 betrug der Wert aller im ATX enthaltenen Unternehmen rund 8,4 Mrd. EUR, per 31. Dezember 2010 lag die Marktkapitalisierung bei 70,9 Mrd. EUR. Durch regelmäßige Anpassungen, zwei Mal jährlich überprüft ein unabhängiges Komitee die Zusammensetzung des ATX, hat sich die Zusammensetzung mehrfach geändert. Von den ursprünglichen Unternehmen sind ohne Unterbrechung heute noch die OMV, RHI, Verbund und Wienerberger im ATX enthalten.

Die Berechnung wurde mit 1.000 Indexpunkten gestartet. In den darauf folgenden Jahren hat der Wiener Börse-Leitindex einige Höhen und Tiefen durchlebt, wie etwa die Russland-Krise Ende der neunziger Jahre, die Internet-Bubble zu Beginn des neuen Jahrtausends sowie das bisherige All-time-High von 5.000 Punkten am 9. Juli 2007. Mit der Subprime- und Finanzkrise seit 2008 sank der ATX in den Jahren 2008 und 2009 vorübergehend wieder unter 2.000 Punkte. Zum Jahresende 2010 betrug der ATX 2.904,47 Punkte.

Österreichische Unternehmer sind Top-Performer im Jahr 2010
Verglichen mit internationalen Indizes, etwa den Bloomberg500 oder Eurostoxx, haben viele ATX-Konzerne 2010 diese outperformt. Die Vorstände der Wiener Börse, Dr. Michael Buhl und Dr. Heinrich Schaller, sind überzeugt: „Österreichische Unternehmen, darunter zahlreiche Weltmarktführer in verschiedenen Nischen, werden ihr Engagement in Zentral- und Osteuropa fortsetzen und damit auch in Zukunft das Interesse der Investoren auf sich ziehen“.
     
zurück