Ausbau FH OÖ Campus Hagenberg   

erstellt am
01. 04. 11

Neues FH Research Center für Forschung und Lehre – Oberösterreich mit Hagenberg richtungsweisend in der Informatik
Linz (lk) - "Die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) nimmt heute eine Schlüsselrolle in der Wirtschaft, der Gesellschaft wie auch im Leben eines jeden Einzelnen von uns ein. Mit der Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien der FH Oberösterreich in Hagenberg besitzt Oberösterreich auf dem Gebiet der IKT eine exzellente und mittlerweile international renommierte Einrichtung für praxisbezogene Ausbildung und angewandte Forschung", so die Landesrätin für Bildung, Wissenschaft und Forschung Mag.a Doris Hummer.
"Hagenberg wird nicht umsonst als das Silicon Valley Österreichs bezeichnet. Es ist als Studien- und Forschungszentrum für alle IT-Themen nicht mehr aus der akademischen Landschaft wegzudenken. Die Gründung der ersten Studiengänge in Hagenberg ist eng mit dem Auf- und Ausbau dieses oberösterreichischen Ortes zum Zentrum für Informatik und Software verbunden", sagt die Bildungs- und Forschungs-Landesrätin.

Informatik auch Schwerpunkt im Programm "Innovatives OÖ 2010plus" Mit dem strategischen Programm "Innovatives OÖ 2010plus" setzt das Land OÖ gezielt seine Maßnahmen und Schwerpunkte fort, um die Position Oberösterreichs als führendes Industrie-, Export- und Technologiebundesland weiter auszubauen. Die FH OÖ hat dabei eine wichtige Rolle inne, stehen doch ihre Forschungsthemen in engem Zusammenhang mit den sechs, für Oberösterreich im strategischen Programm definierten F&E-Schwerpunkten, zu denen auch die Informations- und Kommunikationstechnologie zählen.

Ausbau von anwendungsorientierter Forschung und Lehre
Oberösterreich verfolgt den Ausbau der FH OÖ, insbesondere jener technischen Studiengänge, die von der Wirtschaft und Industrie stark nachgefragten werden, schon seit Jahren konsequent. Nicht zuletzt dadurch konnte es so seine Position als erfolgreichstes Wirtschaftsbundesland festigen.

"Investitionen wie der Bau des FH Research Centers am FH OÖ Campus Hagenberg kommen direkt unseren Studierenden wie auch unseren oberösterreichischen Unternehmen zugute. Mit diesem Forschungszentrum wird eine zusätzliche Basis für erfolgreiche anwendungsorientierte Forschung & Entwicklung gelegt und wir steigern gleichzeitig die Attraktivität Oberösterreichs als Studienort", so die Landesrätin.

Motor für den Ausbau der praxisorientierten Lehre
"An der FH Oberösterreich wird seit mehr als einem Jahrzehnt praxisbezogen gelehrt. Der Aufbau von nachhaltig nutzbarer Infrastruktur ist dafür wesentlich. Mit dem Bau eines dritten FH-Gebäudes in Hagenberg, dem sogenannten ‚FH Research Center' setzen wir einen weiteren, wichtigen Schritt für den Ausbau und die Qualitätssicherung der praxisbezogener Lehre, denn der Neubau erlaubt uns eine noch stärkere und bessere Einbindung unserer Studierenden in die angewandte Forschung," so FH-Geschäftsführer Dr. Gerald Reisinger. Anwendungsorientierte Forschung ist ein wesentlicher Bestandteil von praxisrelevanter akademischer Ausbildung sowie der Motor der wirtschaftlichen Weiterentwicklung, und die FH OÖ leistet einen wichtigen Beitrag dazu. Im Jahr 2010 konnte der Umsatz wie auch die Anzahl des wissenschaftlichen Personals an der FH OÖ um ein Viertel gesteigert werden. 2010 wurden mehr als 240 Projekte bearbeitet, davon über 50 in Hagenberg. Der F&EUmsatz stieg auf fast 10 Mio. €. Studierende an der FH OÖ sind im Rahmen von Projekten, Berufspraktika, Bachelor- und Masterarbeiten in die Forschungsaktivitäten an den Fakultäten eingebunden. Hauptberuflich Lehrende sind als Key Researcher tätig und lassen ihre Forschungsergebnisse direkt in die Lehre einfließen.

Ausbau der Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien um 6 Mio Euro
Die Gesamtinvestitionskosten für das ‚FH Research Center' betragen 6 Mio. Euro. Die Mittel zur Kreditrückführung werden zum überwiegenden Teil aus den zu erzielenden Mieteinnahmen bestritten, der Rest aus dem laufenden Budget. "Infolge der Landesgarantie ist es uns möglich, die Finanzierung am Kapitalmarkt zu besonders günstigen Konditionen zu lukrieren. Dafür möchte ich mich nochmals sehr herzlich beim Land Oberösterreich bedanken", so Dr. Reisinger.

Der Bau des neuen FH-Gebäudes wird aller Voraussicht nach im ersten Halbjahr 2011 starten und nach rund eineinhalb Jahren abgeschlossen werden.

Hohe Ausbildungsqualität durch Einbindung in die angewandte Forschung
Von der anwendungsorientierten Forschung an der FH OÖ, die sich stark an den Bedürfnissen der Wirtschaft und Gesellschaft orientiert, profitieren neben oberösterreichischen Unternehmen vor allem die Studierenden. "Die FH OÖ ist nicht nur Vorreiter in vielen Themenfeldern unserer Zeit, sondern ermöglicht auch ihren Absolvent/innen Visionen zielgerichtet für Unternehmen umsetzen. Durch die enge Verknüpfung von angewandter Forschung und Lehre an unseren Fakultäten gewährleisten wir eine praxisrelevante Ausbildung und vermitteln unseren Studierenden genau jene Qualifikationen, die Unternehmen von ihnen erwarten - fachliche Kompetenz und Engagement, aber auch Selbständigkeit, Eigeninitiative und ein Gespür für praxisrelevante Trends und Themen," so Dr. Reisinger.

Start-up Unternehmen wie die runtastic Gmbh, die von Absolventen aus Hagenberg gegründet wurde, sind dafür ein hervorragendes Beispiel. Mit ihrer Smartphone-App für iPhones, BlackBerrys und Android-Smartphones ist das Linzer Start-up international erfolgreich und hat schon viele Preise wie etwa 2010 die "A1 Challenge für Apps" gewonnen.

Führend unter den Fachhochschulen
Mit fast einem Viertel der gesamten Forschungsleistung im österreichischen FH-Sektor, Erfolgen bei nationalen Forschungsausschreibungen wie z.B. COIN, COMET oder KIRAS, dem Aufbau von Exzellenzzentren wie dem Josef-Ressel-Zentrum Heureka! und dem Austria Research Studio NiCE am Campus Hagenberg aber auch bei EU-weiten Ausschreibungen im Zuge der EU Rahmenprogramme oder des Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zählt die FH OÖ zu den erfolgreichsten FHs in Österreich im Bereich anwendungsorientierter Forschung & Entwicklung.
Auch in der Lehre ist die FH OÖ führend, insbesondere mit ihrem Studienangebot an der Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien. "Erst vor wenigen Wochen wurden die Studiengänge in Hagenberg beim jährlichen Industriemagazin-Ranking sehr gut bewertet. In Sachen Reputation führen elf der Studiengänge das Spitzenfeld in der Kategorie Software/Informatik an. Und auch im kürzlich veröffentlichten CHE-Ranking für Informatik- Masterstudien im deutschsprachigen Raum ging Hagenberg als die beste österreichische Hochschule hervor," sagt Dr. Gerald Reisinger.

"Dies zeigt einmal mehr, dass Ausbauinvestitionen bei uns gut angelegt sind," so der FHGeschäftsführer.
     
zurück