Berlakovich wirbt bei EU-Umweltratspräsident für Atomkraft-Ausstieg   

erstellt am
11. 04. 11

Teilnahme an Stresstests zugesagt, gemeinsame ExpertInnengruppe vereinbart
Wien (bmffuw) - Umweltminister Niki Berlakovich hat einen weiteren, wichtigen Schritt gesetzt, um Europa von seiner Anti-AKW-Linie und Vision der Energieautarkie Österreichs zu überzeugen und "Raus aus Atom, rein in Erneuerbare" zu führen. "Ich bin heute in Wien mit EU-Umweltratspräsident Sandor Fazekas aus Ungarn zusammengekommen, um mit ihm die Energiepolitik unserer beiden Länder und Europas zu diskutieren und ihn von Österreichs Haltung in der Atomkraftfrage zu überzeugen", betont Berlakovich.

"Fazekas hat mir heute zugesagt, dass sein Land an den von mir geforderten und auf EU-Ebene aufgegriffenen Stresstests teilnehmen wird. Das ist ein sehr wichtiger Schritt", so Berlakovich. Der ungarische Minister gab jedoch zu bedenken, dass sein Land noch massiv von seinem einzigen AKW Paks abhängig ist. "Dabei darf es aber nicht bleiben. Deswegen habe ich Fazekas Alternativen aufgezeigt und mein Konzept der Energieautarkie Österreichs vorgestellt, das auf Erneuerbaren und Effizienzsteigerungen basiert", berichtet der Umweltminister.

"Die Ungarn haben großes Interesse an unserem Knowhow gezeigt. So haben wir auf meine Initiative hin die Bildung einer gemeinsamen ExpertInnengruppe zum Thema Erneuerbare Energien vereinbart. In gemeinsamen Projekten sollen Lösungen im Sinne der Nachhaltigkeit und Sicherheit erzielt werden. Außerdem habe ich Fazekas nach Güssing eingeladen, um ihm zu zeigen, dass Energieautarkie möglich ist und wie diese erreicht werden kann. Schließlich ist der aktuelle EU-Umweltratspräsident und Minister Ungarns ein äußerst wichtiger Ansprechspartner", so Berlakovich.
     
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