"150 Jahre NÖ Landtag" im NÖ Landhaus   

erstellt am
07. 04. 11

Penz: "Nicht nur Geschichte, sondern lebendiges Erbe"
St. Pölten (nlk) - Am 06.04. jährte sich zum 150. Mal die erste Sitzung des Niederösterreichischen Landtages, die nach Erlassung des "Februarpatents" im Jahr 1861 stattgefunden hat. Aus diesem Anlass wird im Foyer des Hauses 1A im NÖ Landhaus in St. Pölten eine Dokumentation mit dem Titel "150 Jahre Landtag" gezeigt. AmNachmittag fand im Beisein von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die Eröffnung statt. Noch bis 18. Juli kann man sich hier anhand von Schautafeln über Geschichte, Entwicklung und Selbstverständnis des Niederösterreichischen Landesparlaments informieren.

Der Initiator der Ausstellung, Ing. Hans Penz, Präsident des Niederösterreichischen Landtages, betonte in seiner Festrede: "Jubiläen sind wie Aussichtswarten, die zum Blick zurück in die Vergangenheit, aber ebenso zum Blick nach vorne in die Zukunft einladen. Die heutige Veranstaltung erinnert an weit zurückreichende Wurzeln unserer parlamentarischen Demokratie, weist uns aber gleichzeitig den Weg in die Zukunft."

Bereits in der Februarverfassung des Jahres 1861 seien in einem Grundgesetz das Bekenntnis zur Freiheit, die Möglichkeit der Mitbestimmung und die Aufforderung mitzubestimmen formuliert worden, führte Penz weiter aus. Weichenstellungen des Jahres 1861 seien "nicht nur Geschichte, sondern lebendiges Erbe", so Penz.

Im Hinblick auf den Föderalismus meinte Penz: "Um das Vertrauen in die Entscheidungen des Landtages zu fördern, sind föderale Strukturen notwendig, die aber zugeschnitten auf die regionalen Gegebenheiten sein müssen sowie historische Erfahrungen und besondere Herausforderungen berücksichtigen sollen. Föderalismus sorgt nicht nur für Bürgernähe, sondern hilft auch die kreativen Potenziale auszuschöpfen, die gerade in kleineren Einheiten entstehen." Föderalismus sei aber auch Voraussetzung für Innovation, er sei der Motor der Vielfalt und gewährleiste Selbstbestimmung, so der Landtagspräsident abschließend.

Dr. Doris Prenn, die Kuratorin der Ausstellung, meinte, die Idee, eine Ausstellung zur 150-jährigen Geschichte des Landtages zu machen, zeige das Selbstbewusstsein des Landes und bringe das Anliegen des Landtages zum Ausdruck, in Kontakt mit seinen Bürgerinnen und Bürgern zu treten.
     
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