27,5 Prozent der BurgenländerInnen rauchen   

erstellt am
07. 04. 11

Landesrat Rezar informierte am Weltgesundheitstag über mögliche Folgen von Nikotinkonsum
Eisenstadt (blms) - Der 7. April ist der Weltgesundheitstag. Die Weltgesundheitsorganisation hat den diesjährigen Weltgesundheitstag dem Thema „Antibiotika-Resistenz“ gewidmet. Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar machte am Weltgesundheitstag auch auf ein weiteres wichtiges Thema aufmerksam, das Rauchen. Gleichzeitig bilanzierte das „Rauchertelefon“ über seine fünfjährige Beratungstätigkeit.

„Dieser Schwerpunkt wurde seitens der WHO gewählt, da die Gesundheit der Menschen in der Europäischen Region durch das Phänomen bedroht wird, dass Bakterien zunehmend Resistenzen gegen Antibiotika entwickeln. Dies ist auf den weit verbreiteten, oft übermäßigen Einsatz von Antibiotika beziehungsweise auf ihren unsachgemäßen Gebrauch bei Menschen und Tieren zurückzuführen“, berichtet Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar und weist darauf hin, Medikamente wie Antibiotika nicht nach eigenem Gutdünken einzunehmen, sondern die exakten Anweisungen von Ärzten zu befolgen.

5 Jahre Rauchertelefon
Das Rauchertelefon wurde 2006 gemeinsam von Gesundheitsministerium, Sozialversicherungsträgern – auch der Burgenländischen Gebietskrankenkasse - und den Ländern initiiert. „Rauchen ist Ursache für sehr viele Krankheiten, die nicht unmittelbar mit dem Nikotinkonsum in Zusammenhang gebracht werden. Das Inhalieren von Nikotin ein gesicherter Risikofaktor für eine Reihe folgenschwerer Erkrankungen, wie etwa Krebs oder Herz-Kreislauferkrankungen“, warnt Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar vor Nikotinkonsum.

Mehr als ein Viertel aller Österreicher – rund 2,3 Mio. Personen – rauchen. Im Burgenland sind mehr als 70.000 Personen. Davon möchte laut eigenen Angaben – so Studien - rund die Hälfte mit dem Rauchen aufhören. LR Rezar dazu: „Mein Ziel als Gesundheitslandesrat ist, allen, die mit dem Rauchen aufhören möchten, die entsprechende Unterstützung anzubieten. Die Möglichkeit der Nikotinentwöhnung mit dem Rauchertelefon ist sehr effektiv.“

„Telefonische Raucherentwöhnung unterscheidet sich nur geringfügig von jener, die persönlich durchgeführt wird. Wie bei den anderen Beratungen ist auch beim Rauchertelefon eine regelmäßige Betreuung über mehrere Wochen hinweg vorgesehen. Ein Pluspunkt ist, dass die Klienten keine Anfahrtszeiten und –wege in Kauf nehmen müssen“, erklärt Mag. Melanie Stulik die Vorteile des Rauchertelefons. 2010 gab es 7.116 telefonische Beratungen – das sind rund 16 Kontakte am Tag. Insgesamt wurden 3.160 Informations- und Beratungsgespräche mit 2.336 KlientInnen durchgeführt, davon sind rund 3 Prozent der Anrufer BurgenländerInnen. Die meisten Anrufer sind zwischen 36 und 65 Jahren, jeder vierte Anrufer ist unter 19 Jahren.

Das Rauchertelefon ist unter der Nummer 0 – 810 – 810 – 013 zu erreichen.
     
Informationen: http://www.rauchertelefon.at    
     
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