Neue Eisenstädter übergibt Generationenzentrum   

erstellt am
05. 04. 11

Eisenstadt (magistrat) - Am 04.04. übergab die Neue Eisenstädter Gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgesellschaft m.b.H. das Generationenzentrum an die Stadtgemeinde Eisenstadt. Somit beherbergt das Generationenviertel am Ing. Alois Schwarz- Platz nun ein Pflegeheim, eine Anlage für betreutes Wohnen, das "Generationenzentrum" sowie einen Kindergarten mit Kinderkrippe.

Seit August 2009 wurde an der letzten Bauetappe, der Anlage für betreutes Wohnen mit dem Generationenzentrum, gebaut. Die Bauarbeiten konnten pünktlich am 1. April beendet werden. "Als Bürgermeisterin bin ich stolz, dass wir ein in Österreich einzigartiges Projekt des Zusammenlebens verwirklichen konnten. Alte Menschen werden sich mit Jungfamilien und Kindern im neuen Generationenzentrum bei zahlreichen Veranstaltungen begegnen. Es bietet die Möglichkeit zur vielfältigen Interaktion von Menschen verschiedenen Alters. Das Zusammenleben fördert die Toleranz und das Verständnis zwischen den Generationen", freut sich Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel.

Beitrag zur Konjunkturbelebung
"Die Baumaßnahmen wurden großteils von heimischen Bauunternehmen durchgeführt und tragen so auch zur Belebung des Arbeitsmarkts und zur Erhöhung der regionalen Wertschöpfung bei. Die Stadt Eisenstadt hat gemeinsam mit ihren Partnern rund 12,4 Millionen Euro in den Bau des Generationenviertels investiert, der letzte Bauabschnitt schlägt mit rund 3,5 Millionen Euro zu Buche", so Fraunschiel weiter.

Betreutes Wohnen
"Manchmal ist es im Alter nicht mehr möglich, ohne Hilfe alleine zu leben - man möchte jedoch in vertrauter Umgebung bleiben. Das konventionelle Altersheim ist längst nicht mehr der einzige Ort, um alt zu werden, denn die "eigenen vier Wände" geben Geborgenheit und ermöglichen Rückzug. Für ältere Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund des Lebensalters Hilfe bei der eigenen Haushaltsführung benötigen und nicht in ein Heim umziehen wollen, ist die Wohnform des betreuten Wohnens eine gute Alternative. Sie bietet Eigenständigkeit bis an das Lebensende. Gleichzeitig können nach Wunsch bestimmte Hilfen bei alltäglichen Verrichtungen oder im medizinisch-pflegerischen Bereich in Anspruch genommen werden", schildert der Vorsitzende des Eisenstädter Seniorenbeirats, Gemeinderat Hans Skarits.

Die Anlage für Betreutes Wohnen verfügt über 30 Wohneinheiten zwischen 50 m² und 79 m². Dazu kommen noch gemeinsame Aufenthaltsbereiche in jedem Geschoss. Auch modernste technische Ausstattung (Telefon, Sat-TV, Internet, Vorinstallation für eine allfällig später notwendig werdende Notrufanlage...) gehören zum Angebot. Weiters sind die Wohnungen barrierefrei und behindertengerecht gestaltet und verfügen über eine Loggia/Terrasse sowie ein Kellerabteil. Das Gebäude wurde von der Neuen Eisenstädter Gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgesellschaft m.b.H. als Bauherr errichtet, der auch die Bauleitung oblag. Zurzeit stehen noch 8 Einzimmerwohnungen mit rund 50 m² Wohnfläche zur Verfügung.

Haus der Generationen
Im Erdgeschoss der Anlage für betreutes Wohnen betreibt die Stadtgemeinde auf rund 300 m² das Generationenzentrum. Hier finden unterschiedliche Altersgruppen Angebote vor und erfahren Unterstützung. Dabei entstehen Gelegenheiten für ein generationenübergreifendes Miteinander, das Solidarität und gegenseitige Wertschätzung erlebbar macht. Neben der Elternberatung wird hier das Projekt Spielzwerge sowie ein Seniorentreff zu finden sein. Zudem wird der Ort für Kurse, Informationsabende, Seminare und Workshops für Menschen jeden Alters sowie für Veranstaltungen der Reihe "Gesundes Eisenstadt" genutzt.
     
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