Leoben fest in Götterhand   

erstellt am
14. 04. 11

Von 16. April bis 1. November 2011 wird in der Kunsthalle mit "Die Rückkehr der Götter" Berlins verborgener Olymp präsentiert
Leoben (stadt) - Aphrodite, Hermes, Zeus und Co sind von 16. April bis 1. November 2011 zu Gast in der Kunsthalle Leoben. Die Götterwelt der Antike steht im Mittelpunkt der 14. kulturhistorischen Großausstellung.

Es sind einmalige Schätze aus der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin zu sehen. Die zahlreichen Originale stammen aus den Epochen von der Archaik über die Klassik und den Hellenismus bis in die römische Zeit. Sie werden thematisch gruppiert und zeichnen ein spannungsreiches Bild der einzelnen Götter und ihrer Verbindung zueinander.

Lange Zeit schlummerten sie in Depots. Jetzt erstrahlen sie nach aufwändiger Restaurierung wieder im alten Glanz und präsentieren sich der Öffentlichkeit. Die rund 150 Marmorskulpturen und Bronzestatuetten, Vasen, Kultgegenstände und Schmuckstücke bieten einen faszinierenden Einblick in die Götterwelt der Griechen und Römer und illustrieren eindrucksvoll die Vielschichtigkeit und die enorme Wandlungsfähigkeit der antiken Götterbilder: Die Götter sind vom Olymp herabgestiegen und erzählen ihre faszinierende Geschichte.

"Wir präsentieren in Leoben eine Ausstellung von internationalem Format, die diesmal nicht nur kulturhistorisch, sondern auch philosophisch von besonderer Bedeutung ist. Noch dazu spricht sie ein breites Publikum an. Denn wer kennt sie nicht, die großen Götter der Antike? Den Göttervater Zeus, die verführerische Liebesgöttin Aphrodite oder den Beherrscher des Meeres Poseidon? Mit dieser Schau über die Götter des Olymp spielen wir wieder in der Champions League der Kulturen mit", so Bürgermeister Dr. Matthias Konrad.

Begegnung mit den Göttern
Ein Ausstellungsbesuch wird zur Begegnung mit den olympischen Göttern, die in der Vorstellungswelt der Antike eine große Familie von Unsterblichen waren, die auf dem Berg Olymp residierten. Sie verfügten über besondere Gaben und große Macht, aber auch über menschliche Schwächen. Streit, Intrigen und Seitensprünge standen am Olymp auf der Tagesordnung, und nicht selten wurden die Menschen zum Spielball rivalisierender Götter. Dieser Götterhimmel wurde von großen Dichtern, allen voran Homer, bilderreich beschrieben, von den besten Künstlern in zahllosen Kunstwerken verewigt und später von den Römern übernommen.

Die Besucher lernen die Mythen hinter den Darstellungen kennen - und auf diese Weise die
verschlüsselten Bilder zu lesen. Die Ausstellung gewährt auch Einblicke in religiöse Riten der Griechen und Römer und in das antike Theater. Sie widmet sich zudem der Götterverehrung und den antiken Kultstätten.

"Mit ‚Die Rückkehr der Götter' setzt Leoben die Reihe der großartig inszenierten und hervorragend aufbereiteten, kulturhistorischen Ausstellungen fort. Besucher jeden Alters werden ihr Wissen über die Götterwelt auffrischen und vertiefen. Die griechisch-römische Mythologie ist ein schwieriges Lernpensum an den Schulen. Die Schau verschafft den Überblick und vermittelt nachhaltige Eindrücke", so Kulturstadtrat Franz Valland.

Die Rückkehr der Kunstgüter
In Leoben werden Exponate gezeigt, die noch nicht sehr lange der Öffentlichkeit zugänglich sind. Ein Großteil der Schätze aus der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin gelangte nach dem Zweiten Weltkrieg als "kriegsbedingt verlagerte Kunstgüter" nach Moskau und Leningrad. Erst 1958 wurden sie von der Sowjetunion an die DDR zurückgegeben, wo sie aber weitere fünfzig Jahre in Depots lagen. Nach aufwändiger Restaurierung durch die brasilianische Stiftung Fundação Armando Alvares Penteado wurden 2006 die Kunstwerke erstmalig in São Paulo gezeigt. Aufgrund des hervorragenden Erfolgs schloss sich eine zweite Station in Rio de Janeiro an. Nach der "Rückkehr der Götter" aus Brasilien war die Schau im Pergamonmuseum in Berlin und im Anschluss in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim zu sehen. Nun werden die olympischen Götter in ihrem Wesen und Wirken in Leoben vorgestellt.

Die GötterCard
Als Begleitaktion zur Ausstellung haben Gäste die Möglichkeit, die GötterCard um 17 Euro zu erwerben. Damit erhalten sie Gegenleistungen im Wert von 26 Euro. Dazu zählen ein Ausstellungseintritt, ein Essen samt Getränk im Arkadenhof am Leobener Hauptplatz im Wert von max. 11 Euro, ein "Coppa Leobener" im Eissalon Martini am Hauptplatz und 10 Prozent Ermäßigung auf alle LE-Artikeln. Erhältlich ist die GötterCard während der Ausstellung in der Kunsthalle, Stadtinformation und im Tourismusbüro, gültig ist sie von 16. April bis 1. November 2011.

"Die Rückkehr der Götter"
Öffnungszeiten: täglich 9 - 18 Uhr
     
Informationen: http://www.kunsthalle-leoben.at    
     
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