Nachhaltige Energie statt Atomkraft für den Donau- und Schwarzmeerraum   

erstellt am
28. 04. 11

Spindelegger und Berlakovich für regionale Kooperationen im Sinne aller
Wien (bmeia) - „Fukushima und Tschernobyl zeigen, dass wir mit aller Kraft an der Energiewende weg von Nuklearenergie zu nachhaltigen erneuerbaren Energieträgern arbeiten müssen. Die Tagung des Global Forum on Sustainable Energy am 27.04. macht deutlich, dass es Alternativen zum Einsatz von Nuklear-Energie in Süd- und Osteuropa gibt“, erklärte Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger. „Regionale Kooperationen zum verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien und zur Erhöhung der Energie-Effizienz können greifbare Vorteile für alle Partner bringen. Wien als Knotenpunkt eines internationalen Energie-Netzwerkes ist gut positioniert, um derartige regionale Kooperationen, wie etwa die Donauraum-Strategie der EU, in Gang zu bringen“, so Spindelegger, der auf die zahlreichen in Wien angesiedelten internationalen Organisationen mit Energie-Expertise verwies, wie unter anderem die Internationale Atomenergiebehörde, die Organisation Erdöl fördernder Länder (OPEC) und die Energiegemeinschaft für Südosteuropa.

Umweltminister Niki Berlakovich: „Atomkraft und auch fossile Energie sind von gestern. Die Zukunft im Energiesektor muss nachhaltig, effizient und mit erneuerbaren Energien sein. Wir stehen dabei vor einer globalen Herausforderung, die wir lokal, aber auch mit Kooperationen lösen müssen. Österreich ist dabei in vielen Bereichen Vorreiter. Unser Land kann den Weg in die Energieautarkie mit Erneuerbaren bis 2050 schaffen und verfügt heute schon über international herausragendes Umwelttechnik-Know-how und Modellregionen. Von Kooperationen mit dem Ausland profitiert daher auch die heimische Wirtschaft – in Form von neuen Arbeitsplätzen und Aufschwung. Grenzüberschreitende Partnerschaften bringen allen Beteiligten stärkere Energieeinsparungs-Effekte durch harmonisierte Zusammenarbeit. Außerdem können raschere Umsetzungserfolge durch intensiven Technologie- und Erfahrungsaustausch erzielt werden. Diese Chancen müssen wir gemeinsam verstärkt nutzen und den osteuropäischen Ländern beim Ausstieg aus der Atomkraft helfen.“

Österreich sei bereit, die Länder der Region auch bei der Verwirklichung einer engeren Anbindung an die Europäische Union zu unterstützen; „Ein großes Potenzial liegt in der Verbesserung der Energieeffizienz. Auch hier können österreichische Firmen, etwa solche, die auf Niedrigenergiehäuser spezialisiert sind, wichtige Impulse in die Region geben“, so die beiden Minister.

Das Global Forum on Sustainable Energy wurde 1999 vom Außenministerium in Kooperation mit dem Lebensministerium gegründet. Es dient dem Austausch über Fragen der Energie im Kontext nachhaltiger Entwicklung zur Anbahnung von internationalen Kooperationen. Die Regionaltagung „Energy between Danube and Caucasus“ wurde von der österreichischen Energie-Agentur im Auftrag des Lebensministeriums vorbereitet und von der WKÖ und der Austrian Development Agency unterstützt. Im Rahmen des Forums ist eine Kontaktbörse für österreichische Firmen und Entscheidungsträger aus der Region vorgesehen. Die Ergebnisse der Tagung sollen auch in das Regionaltreffen des World Economic Forum zu Osteuropa und Zentralasien, zu dem Österreich Anfang Juni einlädt, einfließen.
     
zurück