Neues Raiffeisen Bürohaus am Donaukanal   

erstellt am
28. 04. 11

Grundsteinlegung auf einer der interessantesten Baustellen Wiens
Wien (raiffeisen) - Am 27.04. wurde am Wiener Donaukanal der Grundstein zu einem Bürohaus gelegt, das in Sachen Energieeffizienz neue Maßstäbe für öffentliche Gebäude setzen wird. Das "Klimaschutz-Hochhaus" mit einer geplanten Höhe von 78 m befindet sich in unmittelbarer Anbindung an das Raiffeisenhaus Wien. Bei dieser von der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien errichteten Immobilie greifen Architektur und Ökologie perfekt ineinander. Ende 3. Quartal 2012 soll das neue Bürohaus fertig sein.

Am ehemaligen Standort der OPEC-Zentrale errichtet die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien ein energieoptimiertes Vorzeigebürohaus. Die neuen Büroflächen werden der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien und deren Netzwerkunternehmen zur Verfügung stehen. Das 78 m hohe Haus wird als Zubau zum Raiffeisenhaus Wien gestaltet und ist in jedem Stockwerk mit diesem verbunden.

Ök.Rat Dr. Christian Konrad, GD Mag. Erwin Hameseder, Dr. Kurt J. Miesenböck und Mag. Michaela Steinacker befüllten bei der Grundsteinlegung eine Metallröhre mit Gegenständen, die künftig an das Baujahr erinnern sollen. "Mit dem Zubau schließen wir die architektonische Baulücke am Wiener Donaukanal", betonte Mag. Michaela Steinacker bei der Feier. Die dynamische Ausrichtung am Donaukanal setze einen klaren Kontrapunkt zu den beiden "altbekannten" Bauwerken Raiffeisenhaus Wien und IBM-Gebäude und ist damit gleichzeitig die ideale Ergänzung in diesem Gebäudeensemble.

Zügiger Baufortschritt
Das alte OPEC-Gebäude wurde Ende des letzten Jahres abgerissen. Die Tiefbauarbeiten konnten Anfang April abgeschlossen werden, das Fundament befindet sich rd. 20 m unter Straßenniveau. Der Gesamtaushub betrug 40.500 m3, das entspricht in etwa einem Volumen von 80 einstöckigen Einfamilienhäusern.

Nach der Ausgestaltung der Untergeschoße wird mit dem Hochbau begonnen. Das Null-Niveau soll bis zum heurigen Sommer erreicht sein.


84 Millionen werden investiert
Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien investiert bewusst auch in konjunkturell angespannten Zeiten, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Nach entsprechenden Berechnungen von WIFO und Wirtschaftskammer lösen Bauinvestitionen etwa das Zweifache an volkswirtschaftlicher Wertschöpfung aus. Das bedeutet: Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien investiert rund 84 Mio. Euro und bewegt damit rd. 170 Mio. Euro. Mit dem Erweiterungsbau wird für rund 1.200 Personen direkt und indirekt Beschäftigung geschaffen. Es werden vorrangig heimische Firmen mit der Bauausführung betraut.

Hohes Energiebewusstsein im Vorzeige-Bürohaus
Das neue Objekt wurde von den Architekten Dieter Hayde, Ernst Maurer und Radovan Tajder geplant. Es orientiert sich strikt an den Intentionen der "Raiffeisen-Klimaschutz-Initiative" und wird daher als energieeffizientes Vorzeigebürohaus ausgeführt. Sämtliche Elemente wie Sonne (Photovoltaik), Wasser (Donaukanalkühlung), Erde (geothermische Heizung) und Luft (Klimafassade, Lüftung) werden hier zum Einsatz kommen.

Energiekosten werden halbiert
So wird zum Beispiel im Keller des Gebäudes eine eigene Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage installiert, die mit erneuerbaren Energiequellen gespeist wird. Diese Anlage wird den Großteil der notwendigen Energie zum Heizen und zum Kühlen liefern, aber auch Strom zum Betrieb des Hauses sowie für die Lüftung. Auch der optimierte Baukörper trägt zum Klimaschutz bei. So wird zum Beispiel die Fassade doppelschalig ausgeführt und der Sonnenschutz außen angebracht.

Rund fünf Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens fließen in Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz. Damit gelingt es, die Energiekosten, die für ein herkömmliches Bürohaus anfallen, auf die Hälfte zu reduzieren.

Kindergarten und Café am Vorplatz
Raiffeisen schafft an diesem mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossenen Standort nicht nur hochwertige Arbeitsplätze. Der Zubau zum Raiffeisenhaus Wien bringt auch zusätzliche Impulse für den Bezirk. Der Vorplatzbereich und die Lobby samt Café werden neu und attraktiv gestaltet, zudem werden die Nutzungsmöglichkeiten des Raiffeisen Forums - das ist das bereits bestehende Veranstaltungszentrum im Raiffeisenhaus Wien - erweitert. Auch ein Betriebskindergarten ist geplant, der nicht nur dem Nachwuchs von Mitarbeitern, sondern auch Kindern aus der Umgebung offenstehen wird. Außerdem wird mit einem Aufzug ein barrierefreier Zugang von der Salztorbrücke auf den Kai am Donaukanal geschaffen. Letztendlich wird dann auch die letzte Lücke im Radweg entlang der Oberen Donaustraße geschlossen sein.
     
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