Arbeitslosigkeit  

erstellt am
02. 11. 11

Hundstorfer: Österreich ist auf schwieriger werdende Arbeitsmarktsituation gut vorbereitet
Österreich bleibt weiterhin Europameister bei Gesamtarbeitslosigkeit wie nun auch bei Jugendarbeitslosigkeit - Programme für Frauen wurden gestartet
Wien (bmask) - "Die Situation am Arbeitsmarkt ist in den Herbstmonaten etwas schwieriger geworden; wir sind aber darauf gut vorbereitet und können zielgerichtet reagieren", unterstrich Sozialminister Rudolf Hundstorfer anlässlich der Arbeitsmarktzahlen für den Monat Oktober. Nach 19 Monaten der sinkenden Arbeitslosigkeit ist erstmals die Anzahl der Arbeitslosen bereinigt um die SchulungsteilnehmerInnen angestiegen. Während die Zahl der Arbeitslosen um 8.869 (3,9 Prozent auf 235.006) wächst, ist die Anzahl der SchulungsteilnehmerInnen um 9 Prozent (-6.454) auf 65.373 gesunken. Trotzdem steigt die Anzahl der Beschäftigten in Österreich deutlich: Im Oktober 2011 gab es 3.450.000 unselbstständig Beschäftigte. Das ist ein Anstieg von + 63.000 Personen (+ 1,9 Prozent). "Von einer Krise am Arbeitsmarkt wie 2008 und 2009 kann man daher nicht sprechen", betonte der Minister.

Trotz dieser Eintrübung sei es sehr erfreulich, dass Österreich europaweit die besten Arbeitsmarktdaten aufweisen könne, neben der Gesamtarbeitslosigkeit nun auch bei der Jugendarbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote nach Eurostat weist für September 2011 einen Wert von 3,9 Prozent (- 0,4 Prozent) auf, wonach Österreich erneut an erster Stelle in der EU liegt (vor den Niederlanden mit 4,5 Prozent, EU Durchschnitt 9,7 Prozent) und als einziges Land eine Quote von unter vier Prozent aufweist. Diesmal ist Österreich auch bei der Jugendarbeitslosenquote mit 7,1 Prozent (- 2,0 Prozent) an erster Stelle innerhalb der EU und überholt damit die Niederlande (acht Prozent). Im europäischen Durchschnitt ist die Jugendarbeitslosgkeit drei Mal so hoch wie bei uns und beträgt 21,4 Prozent.

"Damit bestätigt sich die vorbildhafte österreichische Jugendarbeitsmarktpolitik mit der Ausbildungsgarantie und der Aktion Zukunft Jugend. Als sehr positiv zu werten, ist zudem die Entwicklung am Lehrstellenmarkt: die Anzahl der Lehrstellensuchenden ist leicht rückläufig bei einem leichten Anstieg der offenen Lehrstellen, wodurch wir eine weiter leicht sinkende Lehrstellenlücke von 2.050 Lehrstellen haben", unterstrich Hundstorfer.

"Sollte sich das wirtschaftliche Umfeld und die Bedingungen am Arbeitsmarkt weiter eintrüben, sind wir vorbereitet: zusätzlich zum gleichbleibenden AMS Budget für das Jahr 2012 können dann nochmals 24 Mio. Euro für aktive Arbeitsmarktpolitik (Aktivierungsbeihilfe) lukriert werden", kündigte Hundstorfer an. Zudem steht das Instrument der Kurzarbeit uneingeschränkt zur Verfügung und die Bildungskarenz konnte unbefristet verlängert werden. Insbesondere auf den Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Branche der Arbeitskräfteüberlassung, die hauptsächlich niedrigqualifizierte junge Männer betrifft, wurde mit der Einrichtung der Jugendstiftung neu (JUST Implacement), die hauptsächlich Lehrabschlüsse bietet, reagiert.

Die überdurchschnittlich steigende Arbeitslosigkeit bei älteren Personen (+ 8,0 Prozent) und bei Frauen (+ 4,2 Prozent) bestätige, "dass wir unsere Schwerpunkte mit dem Herstarbeitsmarktpaket richtig setzen, indem wir das Qualifizierungspaket \x{2588}New Skills\x{2588} mit dem Fokus auf ältere Frauen und WiedereinsteigerInnen für 5.155 Personen anbieten", sagte der Sozialminister. Darin sind die Förderung von Arbeitsaufnahmen älterer Frauen (ab 45) enthalten sowie die Ausweitung der Programme Frauen in Technik (FIT) sowie Facharbeiterinnenintensivausbildung für Frauen (FIA).

Der Trend der steigenden Arbeitslosigkeit in der Branche Arbeitskräfteüberlassung setzt sich fort (+ 12,6 Prozent); "die vorausgesagte Delle im Wirtschaftswachstum scheint sich darin zu bestätigen", so Hundstorfer. Darauf deutet auch eine sinkende Anzahl an gemeldeten offenen Stellen (-2.014 auf 30.901) hin. Bei einem Vergleich der Bundesländer zeigt sich der deutlichste Anstieg der Arbeitslosigkeit neuerlich in Wien, was unter anderem auf die bedarfsorientierte Mindestsicherung zurückzuführen ist.

 

Steindl: Jeder Arbeitslose ist einer zuviel
Reformen jetzt anpacken – Wirtschaftsstandort Österreich stärken
Wien (övp-pk) - "Wir müssen Österreich zukunftsfit machen, die Schuldenbremse ziehen und verfassungsrechtlich verankern sowie unsere Hausaufgaben rasch angehen. Denn jeder Arbeitslose ist einer zuviel", betont Konrad Steindl, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, zu den Arbeitsmarktzahlen für Oktober. Trotz eines Anstiegs der Arbeitslosigkeit weist Österreich europaweit weiterhin die besten Arbeitsmarktdaten auf. Auch die Jugendarbeitslosenquote ist die niedrigste aller EU-Länder. "Um die heimischen Unternehmen für die Zukunft zu rüsten und Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern, braucht es nun aber umfassende Reformen. Vizekanzler Michael Spindelegger und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner haben ein Paket zur Krisenprävention vorgelegt: Wir müssen Effizienzpotentiale in der Verwaltung heben und bei Kostentreibern die Schuldenbremse ziehen. Für einen starken Wirtschaftstandort Österreich müssen wir nun auch die Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters anpacken", so Steindl abschließend.

 

Kickl: Arbeitslosigkeit nicht schönreden - Lösungen anbieten!
Ebenso in das schiefe Licht des Sozialministeriums passe die jüngste Kritik des Rechnungshofes an der Ineffizienz des AMS, erinnerte Kickl.
Wien (fpd) - "Österreich hält bei den Arbeitslosen erneut Platz eins in der EU", freut sich der rote Sozialminister, trotz steigender Arbeitslosenzahlen, kritisierte der freiheitliche Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl die neuersten Statistiken des Sozialministeriums. "Es stimmt: Österreich hält Platz eins in der EU - und zwar den des Schönredens und Verschleierns der wahren Arbeitslosenzahlen", so Kickl, der kein Verständnis für die Statistik-Tricks Hundstorfers aufbringen kann.

Statt sich in den eigenen Statistikmanipulationen zu sonnen, solle Hundstorfer lieber konkrete Lösungen anbieten, wie er die Arbeitslosigkeit bekämpfen wolle, forderte Kickl. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre etwa die Wiedereinführung des sogenannten Blum-Bonus, der Unternehmer bei der Neuaufnahme und Ausbildung von Lehrlingen unterstütze, so Kickl.

Ebenso in das schiefe Licht des Sozialministeriums passe die jüngste Kritik des Rechnungshofes an der Ineffizienz des AMS, erinnerte Kickl. So liste der Rechnungshof penibel auf, wie ineffizient und chaotisch die Schulungen teilweise ablaufen würden, so Kickl, der sich umfassende Reformschritte erwartet. "Der Bericht des Rechnungshofes kann nur so verstanden werden, dass sich im AMS massiv etwas ändern muss. Das gilt umso mehr angesichts der düsteren Konjunkturerwartungen und der damit verbundenen steigenden Arbeitslosigkeit", betonte Kickl, der die Schönrederei der steigenden Arbeitslosenzahlen nur mit einem gewissen Realitätsverlust der handelnden Personen entschuldigen kann.

 

Dolinschek: Hundstorfer soll Arbeitslosenzahlen nicht schönreden
Es sind daher alle Mittel zu ergreifen, um Vollbeschäftigung in Österreich auch künftig sicherzustellen
Wien (bzö) - "SPÖ-Sozialminister Hundstorfer soll den Anstieg der Arbeitslosigkeit um knapp vier Prozent nicht schönreden. Tatsache ist, dass in Österreich viele Arbeitlose in Schulungen und durch frühzeitigen Pensionsantritt versteckt sind. Es sind daher alle Mittel zu ergreifen, um Vollbeschäftigung in Österreich auch künftig sicherzustellen", so BZÖ-Sozialsprecher Abg. Sigisbert Dolinschek.

Dolinschek fordert in diesem Zusammenhang von der rot-schwarzen Bundesregierung rasch Maßnahmen gegen den frühen Pensionsantritt von privilegierten Gruppen, die für das niedrige durchschnittliche Antrittsalter verantwortlich sind. "Mit den Pensionsprivilegien bei den ÖBB, der Nationalbank und auch im Beamtenbereich muss endlich Schluss sein", betont der BZÖ-Sozialsprecher.

 

 Schatz: Reformen zu langsam
Grüne anerkennt aber richtige Ansätze für Jugend
Wien (grüne) - "Bundesminister Hundstorfers neues Motto scheint Schmähführen gegen die Krise zu sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass er heute mitteilt, gut vorbereitet zu sein auf den wiederkehrenden Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Schließlich werden die für Arbeitsmarktpolitik vorgesehenen Mittel auch 2012 gleich bleiben. Will der Mann uns alle für dumm verkaufen?", fragt Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, anlässlich der aktuellen Arbeitslosigkeitsdaten für Oktober.

"Zuerst ist es wohl die Aufgabe des Arbeitsministers eine sich seit Monaten angekündigte Belastungssituation am Arbeitsmarkt gemeinsam mit dem Wirtschaftsminster abzufangen. Auch das Bildungsministerium hat da ein wichtige Rolle. Aber alle haben wie die Maus auf die Schlange gestarrt und gewartet. Jetzt kramt Minister Hundstorfer die Rezepte der letzten Krise wieder aus und predigt "wird schon gut gehen". Das wird aber diesmal zu wenig sein", erklärt Schatz, die auf wesentlich veränderte Rahmenbedingungen hinweist. "Das letzte Mal wurden sehr große Summen in die Eindämmung der Arbeitslosigkeit investiert, doch das Geld ist diesmal nicht mehr da. Im Gegenteil - nun wurde das große Sparen ausgerufen. Wie also bitte soll das funktionieren?", fragt Schatz. "Inflation und steigende Löhne in der Verwaltung bedeuten defacto schon einmal eine Wertminderung gegenüber heuer. Und dann kommt der Anstieg der Arbeitslosen dazu. D.h. jene Mittel, die für den einzelnen Arbeitslosen zur Verfügung stehen, werden natürlich proportional deutlich weniger," gibt die ArbeitnehmerInnensprecherin zu bedenken.

"Ich vermisse bei unserer Regierung seit Monaten das Bemühen, aus der letzten Krise zu lernen. Von der Arbeitszeitverkürzung bis zur Bildungspolitik sind Reformen überfällig. Auch bei relativen Kleinigkeiten ging nichts weiter. Die Leiharbeitsbranche wächst und wächst. ,Hire and fire' wird für immer mehr junge Menschen zum täglichen Erleben. Wo bleibt eine Aktion scharf, gegen unseriöse Leiharbeitsfirmen? Wo bleiben gesetzliche Änderungen, die die Beschäftigung von Leiharbeitern im Unterschied zu Fixanstellungen weniger attraktiv machen? Nichts passiert", kritisiert Schatz.

"Ich anerkenne, dass Hundstorfer im Bereich Jugend versucht neue Wege zu gehen. Nicht alles läuft da bereits rund, aber ich sehe das Bemühen, einen Fortschritt in die richtige Richtung. Warum geht das nicht auch in anderen Bereichen? Wir müssen weg von eingefahrenen Zeitlupen-Sozialpartnerritualen auf dem Weg zu Reformen.

 

OÖ: Arbeitslosenquote sinkt leicht auf 3,6 %
Pühringer/Sigl: "13.000 Beschäftigte mehr als im Oktober 2010 – mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende"
Linz (lk) - Fortgesetzt hat sich die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt in unserem Bundesland im Oktober 2011: Mit 3,6 % verfügt Oberösterreich nach Berechnung des AMS OÖ einmal mehr über die mit Abstand niedrigste Arbeitslosenquote aller Bundesländer. Der Österreich-Durchschnitt liegt bei 6,4 %. "Äußerst positiv ist, dass die Beschäftigung weiter deutlich ansteigt. Im Oktober waren in OÖ 618.000 Menschen in Beschäftigung, um 13.000 mehr als im Vorjahresmonat", freuen sich Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl.

Gesunken ist die Zahl der Lehrstellensuchenden im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat, und zwar um 15,9 % auf 691. Dem gegenüber stehen derzeit 737 offene Lehrstellen. Sigl: "Mit der Initiative "Perspektive Job – Jugend hat Vorrang" unterstützen wir jene jungen Menschen, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, mit gezieltem Job-Coaching und begleiten sie auf dem Weg zu individuell richtigen Ausbildung."

Die Zahl der beim AMS gemeldeten 8.254 offenen Stellen bietet die Chance, noch mehr Menschen in Beschäftigung zu bringen. "Oberösterreich geht die Herausforderungen am Arbeitsmarkt mit dem neuen Strategischen Programm 'Arbeitsplatz Oberösterreich 2020' offensiv und aktiv an", sagt Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl, auf dessen Initiative die neue Arbeitsmarktstrategie zurückgeht. Bis Jahresende werden Land OÖ und AMS OÖ das Projekt gemeinsam mit den Netzwerkpartnern Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Industriellenvereinigung, ÖGB OÖ und Regionalmanagement OÖ erarbeiten. Koordiniert wird der Prozess von der Technologie- und Marketinggesellschaft (TMG-Gruppe) des Landes OÖ.

 

 Tumpel: Brauchen Maßnahmenpaket für Frauen und Ältere
Das von den Ministern Hundstorfer und Mitterlehner präsentierte Herbstpaket geht bereits in die richtige Richtung.
Wien (ak) - Im Oktober waren inklusive SchulungsteilnehmerInnen über 300.000 Menschen auf Arbeitssuche. Wie in den Vormonaten zeigt sich, dass Ältere und Frauen mit deutlich steigender Arbeittslosigkeit konfrontiert sind. Die Zahl der älteren Arbeitsuchenden ist um 9 Prozent, jene der Frauen um über 4 Prozent gestiegen. "Das sind gerade jene Gruppen mit den größten Beschäftigungspotenzialen", sagt AK Präsident Herbert Tumpel: "Bevölkerungsentwicklung, Arbeitsmarkt und soziale Systeme sind eng miteinander verwoben. Die aktive Arbeitsmarktpolitik muss daher rasch auf die Anforderungen der Zukunft ausgerichtet werden."

Das von den Ministern Hundstorfer und Mitterlehner präsentierte Herbstpaket geht bereits in die richtige Richtung. Qualifizierung ist einer der Schlüssel, um die Menschen stabil in Beschäftigung zu halten. Aber auch Menschen, die arbeitslos sind, müssen diese Phase verstärkt für Weiterbildung nutzen können, um in ihren ausgeübten Berufen am Ball zu bleiben und bereits erworbene Kompetenzen in Berufsabschlüsse umzuwandeln. Die Verlängerung der leichteren Inanspruchnahme der Bildungskarenz ist positiv, geht aber nicht weit genug. Die Bildungskarenz muss vor allem auch für Personen, die wiederholt von Arbeitslosigkeit betroffen sind, und für Geringverdienende verbessert werden.

Tumpel begrüßt speziell die für Frauen präsentierten Maßnahmen wie der Ausbau der Laufbahnberatung und den anschließenden Qualifizierungsmöglichkeiten sowie die Angebote für Jugendliche, die spezielle und frühzeitige Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt brauchen. Diese müssen weiterverfolgt und ausgebaut werden.

Wichtig ist allerdings, dass für dieses Herbstpaket die ausreichende Finanzierung vorgesehen ist. Dies gilt auch für die Umsetzung der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, um ältere Menschen länger in Beschäftigung zu halten.

Die AK fordert:

  • Weiterentwicklung der Bildungskarenz, damit sie auch Menschen, die wiederholt von Arbeitslosigkeit betroffen sind und nur geringes Einkommen haben, nutzen können.
  • Weiterer Ausbau der modularen Weiterbildung mit Berufsabschluss durch das AMS.
  • Umsetzung der von den Sozialpartnern vorgeschlagenen Maßnahmen zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit Älterer.
  • Zusätzliche Mittel für die Arbeitsmarktpolitik, um die Finanzierung dieser Maßnahmen sicherzustellen. 

 

 Kaske: Maßnahmenpaket zur Qualifizierung rasch umsetzen
Regierungsvorschlag positiv, aber einzelne Punkte nachschärfen
Wien (vida/ögb) - Die Arbeitslosigkeit steigt. Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres stieg die Zahl der Arbeit Suchenden um 3,9 Prozent. Rechnet man die SchulungsteilnehmerInnen mit ein, waren Ende Oktober 300.379 Personen als arbeitslos registriert. "Wir begrüßen das von Sozialminister Hundstorfer und Wirtschaftsminister Mitterlehner vor wenigen Tagen vorgelegte Maßnahmenpaket zur Krisenprävention. Es geht in die richtige Richtung, denn es setzt auf verstärkte Qualifizierung. In einzelnen Bereichen sehen wir aber Nachschärfungsbedarf", sagt ÖGB-Arbeitsmarktpsrecher und vida-Vorsitzender Rudolf Kaske.

Es sei positiv, dass das Kurzarbeitsmodell für den "Fall des Falles" weiter zur Verfügung stünde und die vereinfachten Zugangsregelungen bei der Bildungskarenz unbefristet verlängert wurden. "Dabei wurde jedoch übersehen, dass die Bildungskarenz für Personen in Saisonberufen bzw. von Menschen mit geringem Einkommen nach wie vor kaum genützt werden kann", sagt Kaske. Denn für Saisonbeschäftigte sei die aktuelle Zugangsvoraussetzung, also eine sechsmonatige ununterbrochene Beschäftigung oftmals nicht erreichbar und das Karenzgeld in Höhe des Arbeitslosengeldes zur Existenzsicherung während der Bildungskarenz nicht ausreichend.

Zustimmung bei Kaske findet das von der Regierung geplante "Frauenpaket" mit der Laufbahnberatung für WiedereinsteigerInnen und dem Fokus auf eine Höherqualifizierung im technisch-handwerklichen Bereich. Auch die Überlegungen und Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbildungschancen der Jugend werden von der Gewerkschaft begrüßt. "Die Förderungen im Jugendbereich sollten aber auf eine breite Basis gestellt werden. Damit die Maßnahmen breit getragen werden, ist es notwendig, hier auch in Zukunft die Sozialpartner mit einzubinden", sagt Kaske. 
     

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