Arbeitsbesuch von Karlheinz Töchterle in China   

erstellt am
21. 11. 11

Wissenschafts- und Forschungsminister trifft Amtskollegen Wan Gang in Peking – Partnerschaft mit China im Bereich Wissenschaft und Forschung weiter intensivieren
Peking/Wien (bmwf) - Ein Treffen mit seinem Amtskollegen Wan Gang, Wissenschafts- und Technologieminister der Volksrepublik China, stand am Vormittag des 21.11. am Beginn des Arbeitsbesuchs von Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle in Peking. "China und Österreich verbindet auf dem Gebiet der Wissenschaft und Forschung eine langjährige, erfolgreiche Partnerschaft, die es weiter auszubauen und zu intensivieren gilt", so der Minister nach dem Arbeitsgespräch. Am Abend steht ein Empfang in der österreichischen Botschaft am Programm.

Wichtige Basis für die Zusammenarbeit sei der verstärkte Austausch von Studierenden, Lehrenden und Forschenden, der im Rahmen des seit 2000 bestehenden Eurasia-Pacific Uninet bereits gut funktioniere, so Töchterle. Weiters verweist der Minister auf das Abkommen über Wissenschaftlich-Technische Zusammenarbeit (WTZ) der beiden Länder, das 1985 unterzeichnet wurde. Aktuell gibt es 15 Projekte. Auch im EU-Kontext bestehen Kooperationen. China und Österreich arbeiten im Europäischen Forschungsrahmenprogramm erfolgreich zusammen: Österreichische Partnerorganisationen sind in elf Prozent aller Projekte mit chinesischer Beteiligung involviert.

Am Abend 21.11. lädt der österreichische Botschafter Dr. Martin Sajdik zu einem Empfang, im Rahmen dessen Dr. Brigitte Winklehner, Präsidentin des Eurasia-Pacific Uninet, das Große Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich überreicht wird. Das durch die Bundesregierung finanzierte Eurasia-Pacific Uninet umfasst österreichische Universitäten, Fachhochschulen und weitere Forschungs- und Bildungseinrichtungen und vernetzt diese mit Partnerorganisationen in Ostasien, Zentralasien und Südasien. Dem Netzwerk gehören derzeit 144 Mitglieder an, davon 54 Universitäten und Akademien in China. "Dank des großen Engagements und unermüdlichen Einsatzes von Präsidentin Winklehner wurde das Eurasia-Pacific Uninet zum größten Netzwerk unter den europäisch-asiatischen Wissenschaftskooperationen", betont Töchterle.

Im Rahmen des Eurasia-Pacific Uninet erhalten Studierende der Partneruniversitäten durch Sommerschulen die Möglichkeit eines mehrwöchigen Aufenthalts in Österreich in Verbindung mit einem Aufenthalt mit einem EU-Informationsschwerpunkt in Brüssel. Seit 2003 werden Forschungsstipendien an Doktoranden und Post-Doktoranden aus der Volksrepublik China vergeben. Im Vorjahr wurden 94 Stipendien im Wert von rund 660.000 Euro verliehen.

Am 22.11. setzt Karlheinz Töchterle seinen Besuch mit Arbeitsgesprächen im Bildungsministerium fort. Weiters wird der Minister an der Peking University zu Gast sein. Am Abend reist Töchterle nach Shanghai weiter, wo er am Mittwoch Universitäten und Forschungseinrichtungen besuchen wird. Am Vormittag des 24.11. kehrt der Minister, der auf seiner China-Reise von einer hochrangigen Wissenschafts-Delegation begleitet wird, nach Wien zurück.
     
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