Sozialpolitik hat in Villach besondere Qualität   

erstellt am
17. 11. 11

Ein "Christkindl" für schwächer gestellte Bürger!
Villach (stadt) - Die Stadt Villach wird den Beziehern niedriger Einkommen - diese treffen die steigenden Lebenserhaltungskosten ungleich härter als die meisten von uns - mit einem "Christkindl" in der Höhe von 68 Euro als einmaligen Weihnachtszuschuss ausbezahlen. Wir leben zwar in einem "Sozialstaat", doch seine Maschen werden gerade in allgemein sehr schwierigen Zeiten immer weiter. Wer durch dieses Netz fällt, wendet sich meistens Hilfe suchend an die Stadt. Sie ist sozusagen dem Notfall am Nächsten. In Verantwortung um die schwächer gestellten Mitbürger räumt deshalb die Stadt Villach dem Sozialbereich einen überaus hohen Stellenwert ein. "Stark für die Schwachen" - diese Vorgabe hat in Villach bereits eine gute Tradition.

"Christkindl" - 68 Euro als Weihnachtszuschuss
"Deshalb wird die Stadt Villach den Beziehern niedriger Einkommen - diese treffen die steigenden Lebenserhaltungskosten ungleich härter als die meisten von uns - mit einem 'Christkindl' in der Höhe von 68 Euro einen einmaligen Weihnachtszuschuss ausbezahlen. Damit wollen wir in der Vorweihnachtszeit gerade jenen Villacherinnen und Villachern, die in einer schwierigen finanziellen Lage sind, eine kleine Freude bereiten und das Haushaltsbudget unterstützen", betont Sozialreferentin Stadträtin Mag.a Gerda Sandriesser. Anspruchsberechtigt sind rund 2300 Personen. Diese Weihnachtsaktion erhalten - so Sandriesser - Pensionisten mit Ausgleichszulage bzw. Personen mit vergleichbarem Einkommen, Bezieher der Mindestsicherung, geringfügig beschäftigte Alleinerzieher, Personen im gesetzlichen Pensionsalter, die nur Unterhalt beziehen. Nähere Informationen unter Telefon 04242 / 205-3832.

7 Millionen Euro für freiwillige soziale Leistungen
Sozialstadt Villach - für die Bürgerinnen und Bürger wurde das soziale Service- und Angebotspaket in den letzten Jahren enorm verstärkt und ausgeweitet. Sandriesser: "Auch in der aktuell für die Städte und Gemeinden finanziell sehr schwierigen Zeit, werden auch im kommenden Jahr im Sozialbereich keine Kürzungen vorgenommen!" Für freiwillige soziale Leistungen der Stadt sind inklusive Kindergartenförderung rund sieben Millionen Euro vorgesehen. Die Sozialleistungen der Stadt wurden beispielsweise seit 2003 um mehr als 60 Prozent gesteigert.

Dichtes Netzwerk an Hilfestellungen
In dieser Hinsicht bietet sich in der Stadt Villach und ihrer Vorreiterrolle den Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein dichtes Netzwerk an Unterstützungen: Der Bogen spannt sich dabei neben dem bereits erwähnten Weihnachtszuschuss von der Heim- und Hauskrankenhilfe, den Heizkostenzuschuss, die Jugendwohlfahrt, Pflegeheime, den Kinderbetreuungseinrichtungen, Seniorenbetreuung, Krankenanstalten, der Hilfe zum Lebensunterhalt, Hilfe in besonderen Lebenslagen bis zu den umfangreichen Förderungsmaßnahmen für soziale Institutionen.

Einmalige Unterstützungen, Dauerunterstützungen
Menschen können oft aus verschiedensten Gründen zahlungsunfähig werden. Um jedoch überleben zu können, fallen Kosten an. Das können Aufwendungen für Strom oder Mieten genauso sein wie Krankenhilfe (Arztkosten, Medikamente) für Menschen, die nicht versichert sind, oder Ersatzkosten für Sozialhilfeleistungen. Im Vorjahr wurde von unserer Stadt 1500-mal derart geholfen. Für jene Menschen, die am untersten Limit leben, Mindestsicherungsempfänger sind und somit auch einen Anspruch auf regelmäßige Zuwendungen haben, wird eine Dauerunterstützung gewährt. Dies wurde zuletzt von 1000 Menschen beansprucht.

Gestaffelte Kindergartentarife bis zum Gratis-Kindergarten
Kindergartenkosten können vor allem jungen Familien, die noch nicht über entsprechende Einkommen verfügen, mitunter ein großes Loch ins Budget reißen. Deshalb wurden von der Stadt Villach sozial gestaffelte Kindergartenermäßigungen initiiert. Dies kann sogar so weit gehen, dass Familien bei Mindereinkommen ihr Kind ganz ohne Kosten in einem der städtischen Kindergärten betreuen lassen können. Im vergangenen Kindergartenjahr kamen 141 Kinder in den Genuss dieser je nach Einkommen gestaffelten Tarife (25-, 50-, 75- oder 100-prozentige Befreiung je nach Einkommen!), für 96 war der Kindergartenbesuch dadurch sogar gratis.

Sozial gestaffelte Kindergartenermäßigungen in Villach
Von der Stadt Villach wurden sozial gestaffelte Kindergartenermäßigungen initiiert. Foto: Adrian Hipp

Umsorgte Seniorinnen und Senioren
Ein nicht mehr weg zu denkender Bestandteil des Villacher Sozialwesens ist die Seniorenbetreuung. Die Seniorinnen und Senioren der Stadt schätzen dieses Angebot, gewürzt mit Faschingssitzungen und Seniorenurlauben, ganz besonders, weil ältere und alte Menschen in zunehmendem Maße von Einsamkeit betroffen sind. Für sie sind die geselligen Nachmittage ein schöner und unterhaltsamer Zeitvertreib.

Gratislebensmittel - ARGE-Kooperation intensiviert
Wegen steigender Lebenshaltungskosten hat die Stadt Villach die Zusammenarbeit mit der ARGE Sozial intensiviert, und zwar wurde nicht nur die Gratis-Lebensmittelausgabe wesentlich erweitert, sondern im vielfältigen Netzwerk der ARGE und "Mobilarge" mit zusätzlicher Betreuung einen starken Sozialakzent gesetzt. Durch die erfolgreiche ARGE-Arbeit gibt es in der Stadt keine Obdachlosen mehr. Darüber hinaus unterstützt die Stadt auch den SOMA-Markt und die Österreich-Tafel.

Essen auf Rädern - sozial hochbewährt
Die Aktion "Essen auf Rädern" ist in Villach ein hochbewährte Einrichtung. Rund 252 Frauen und Männer, die nicht mehr in der Lage sind, sich selbst ein Essen zuzubereiten oder zu besorgen, werden täglich beliefert.

Behindertenhilfe - Lebensalltag wird leichter
Wesentlich ausgeweitet wurde in den vergangenen Jahren auch die Behindertenhilfe. Dadurch wird zahlreichen Menschen der Stadt der Lebensalltag wesentlich erleichtert und verschiedene Institutionen gefördert, so dass sie ihrerseits ihre Schützlinge effizienter betreuen können. Dazu kommt die massive Förderung und Hilfe bei Handikaps ab dem Kindesalter in Sonderschulen oder Kinderintegrationsgruppen, aber auch das so genannte Mobil-Taxi als Sozialaktion der Stadt und des Zivilinvalidenverbandes.

Jugendwohlfahrt - ein bewährtes Auffangnetz
Ein wesentliche, oft nur wenig beachtete Leistung der Sozialstadt Villach ist die Jugendwohlfahrt, also die direkte Familienbetreuung durch Diplom-Sozialarbeiterinnen vor Ort sowie Betreuung von so genannten Pflegekindern in den verschiedenen Heimen. Ein Grund für die zunehmende Zahl an Heimkindern (Armut, Gewalt, Krankheit oder auch Missbrauch) liegt auch darin, dass das Auffangnetz - nicht zuletzt durch die beruflichen Anforderungen an die Eltern - innerhalb der Familien kleiner geworden ist.

"Babygeschenk" und Expertenberatung
Eine wertvolle Unterstützung für die Jungfamilien ist das "Babygeschenk" als Einkaufsgutschein im Wert von 60 Euro. Die Mütter und Väter werden aber nicht nur finanziell unterstützt, sondern auch durch die Expertinnen und Experten aus den Rathaus-Abteilungen für Soziales, Gesundheit, Jugendwohlfahrt und Kindergarten. In Villach können die Eltern darauf vertrauen, dass ihre Lebensplanung auch im Zusammenhang mit der Versorgung der Kinder auf verlässlichen Fundamenten steht.

Unterstützung für die Jungfamilien ist das Babygeschenk
Das "Babygeschenk" gilt als wertvolle Unterstützung für Jungfamilien. Am Bild Sozialreferentin Stadträtin Mag.a Gerda Sandriesser im Kreise der Eltern mit ihrem Nachwuchs. Foto: Gerhard Maurer

Die unbezahlbare Arbeit der Sozialvereine
Für eine Stadt auf sozialer Ebene lebenswichtig ist heute das Engagement privater Vereine und das ideelle, unbezahlbare Wirken ihrer Mitglieder zum Wohle der Gemeinschaft. Die Stadt unterstützt die Hilfs-, Selbsthilfeinstitutionen sowie die sozial tätigen Vereine. Dazu zählen unter vielen anderen: Gehörlosenkultur Kärnten, Pensionistenverband, ARGE Sommerbetreuung für Kinder mit besonderen Bedürfnissen, Pro Mente, Neustart, Streetwork, Volkshilfe, Projektgruppe "Integration von Ausländern", Integration Kärnten, ARGE Sozial, Das Radl, Contrapunkt Soziale Betriebe, Zivilinvalidenverband, Beratungsdienste.
     
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