Niederösterreich ist Vorreiter bei Erneuerbarer Energie   

erstellt am
15. 12. 11

LH Pröll: "Unser Motto: Taten statt warten"
St. Pölten (nlk) - Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landesrat Dr. Stephan Pernkopf informierten am 15.12. im Zuge einer Pressekonferenz über die niederösterreichische Energiepolitik. "Unser Motto ist klar: Taten statt warten", sagte der Landeshauptmann und betonte weiters: "Niederösterreich hat im Energiebereich eine Vorreiterrolle übernommen und übt auch Vorbildwirkung aus."

So sei Niederösterreich etwa im Bereich der Wind-, Sonnen- und Bioenergie die Nummer eins im Vergleich zu den anderen Bundesländern, informierte Pröll: "Jeder zweite niederösterreichische Haushalt bezieht Strom aus Windrädern. Darüber hinaus hat Niederösterreich doppelt so viele Photovoltaik-Anlagen wie alle anderen Bundesländer zusammen. Und rund 200.000 Haushalte werden mit Wärme aus Biomasse und Biogas versorgt. Alleine dadurch sparen wir rund 10.000 Tankwagen an Heizöl und erzielen eine Wertschöpfung von 200 Millionen Euro." Das bringe auch für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich wichtige Impulse, betonte Pröll: "Wind und Sonne sichern in Niederösterreich rund 5.000 Arbeitsplätze."

Weiters verwies der Landeshauptmann auf die neue Energie- und Umweltagentur des Landes: "Damit haben wir eine zentrale Anlaufstelle in allen Fragen rund um die Themen Energie und Umwelt geschaffen."

Im Rahmen des Energiefahrplanes seien konkrete Ziele festgeschrieben worden, so Pröll. So sollen bis zum Jahr 2015 100 Prozent des gesamten Strombedarfes aus erneuerbaren Energien abgedeckt werden, bis 2020 sollen 50 Prozent des Gesamtenergiebedarfes aus erneuerbaren Energien kommen.

Seitens des Landes wolle man mit gutem Beispiel vorangehen, betonte der Landeshauptmann und berichtete über den Energiecheck für Landesgebäude: "50 Landesgebäude erhalten eine eigene Photovoltaikanlage."

Im Blick nach vorne wolle man den Ausbau der Windenergie und der Sonnenenergie weiter vorantreiben. Ein weiterer Schwerpunkt liege auf der Unterstützung der Gemeinden durch ein Zehn-Punkte-Programm sowie der Förderung des Energiesparens etwa durch den "Stromsparcheck".

Landesrat Pernkopf informierte über die Umsetzung des NÖ Klimaprogramms: "90 Prozent der Maßnahmen des Klimaprogramms bis 2012 wurden bereits umgesetzt, das nächste Klimaprogramm wird von 2013 bis 2020 laufen." Niederösterreich habe auch eine besondere Vorbildrolle im Bereich der Klimabündnisgemeinden, so Pernkopf: "350 von 573 Gemeinden sind Klimabündnisgemeinden."
     
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